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SG Wattenscheid 09: Toku liebäugelt mit DFB-Pokal

Lohrheide-Kicker im Saisonendspurt noch mit zwei Optionen.

Die Erfolgsstory der SG Wattenscheid 09 in der Regionalliga West geht weiter. Mit dem 2:1 im Verfolgerduell gegen den FC Viktoria Köln festigte die Mannschaft von Trainer Farat Toku (Foto) den dritten Platz. Bemerkenswert: Wattenscheid absolvierte fünf Spiele innerhalb der letzten 15 Tage, verlor davon keines (drei Siege, zwei Remis). Der Sieg gegen die Viktoria war der dritte dreifache Punktgewinn in Serie. Der Vorsprung auf Köln beträgt jetzt vier Zähler.

„Es ist sensationell, wie viel Feuer mein Team noch hat, obwohl es zuletzt einer so hohen Belastung ausgesetzt war“, findet SGW-Trainer Toku (35) im Gespräch mit dem kicker und MSPW nur lobende Worte.

Der Erfolg gegen die Rheinländer kam nicht von ungefähr. Toku ließ ein anderes System spielen, änderte die Formation trotz der vorherigen Siege von einem 4-4-2 auf ein 4-1-4-1. „Die Kölner kommen häufig durch das Zentrum. Das wollten wir verhindern und dort in Überzahl agieren. Dass wir unser Spielsystem flexibel ändern können und uns nicht groß umgewöhnen müssen, ist eine unserer großen Stärken, macht uns unberechenbar“, erklärt der A-Lizenz-Inhaber, der seiner Mannschaft als Belohnung zwei trainingsfreie Tage spendierte. Erst am morgigen Dienstag startet die Vorbereitung auf das anstehende Spitzenspiel bei den zweitplatzierten Sportfreunden Lotte (Samstag, 14 Uhr).

Auch der Tabellenzweite aus Lotte befindet sich aktuell in Bestform, gewann dreimal in Folge und kassierte dabei kein Gegentor. Wattenscheid würde mit einem Sieg bis auf zwei Zähler an Lotte heranrücken. Zwar ist ein Aufstieg in Wattenscheid kein Thema (die Drittliga-Lizenz wurde aus finanziellen und logistischen Gründen nicht beantragt), ein dreifacher Punktgewinn in Lotte könnte aber dennoch sehr wichtig sein. Denn: Die am Saisonende bestplatzierte Mannschaft aus Westfalen kämpft in einem Entscheidungsspiel gegen den Meister aus der Oberliga Westfalen um den Einzug in den DFB-Pokal.

Für Lotte ist dies die einzige Chance, sich in der kommenden Spielzeit im Pokal mit Teams aus der 1. oder 2. Bundesliga zu messen. Im Viertelfinale des Westfalenpokals, bei dem der Sieger sich ebenfalls für den DFB-Pokal qualifiziert, gab es ein 9:10 nach Elfmeterschießen beim Oberligisten SV Lippstadt 08. Wattenscheid hat dagegen noch zwei Möglichkeiten, den DFB-Pokal zu erreichen. Im Halbfinale des Westfalenpokals geht es am 14. April (18 Uhr) beim Sechstligisten Delbrücker SC um den Einzug in das Endspiel, wo entweder Lippstadt oder Rot Weiss Ahlen als Gegner wartet.

„Wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Lotte, wollen uns auch in der Liga alle Chancen auf die Qualifikation für den DFB-Pokal offen halten“, so Toku, der erneut nicht ausschließt, mit einem anderen System anzutreten.

 

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