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Alemannia-Legende Jupp Martinelli wird heute 80

Aachener Vereinsidol brachte es auf mehr als 700 Einsätze.

Dass ihn seine Eltern „Josef“ nannten, hängt wohl mit seinem Geburtsdatum zusammen. Im katholisch geprägten Aachen feiern alle, die „Josef“ heißen, am 19. März Namenstag. Und genau am 19. März 1936 wurde er in Kohlscheid, etwa zehn Kilometer nördlich vom Aachener Tivoli-Stadion entfernt, geboren: Josef Martinelli (Foto), der am heutigen Samstag 80 Jahre wird.

Josef freilich nannte das Urgestein der Aachener Alemannia kein Mensch. Schon auf dem altsprachlichen Kaiser Karl-Gymnasium in Aachen, wo er sein Abitur baute, wurde er nur „Jupp“ genannt. Und das blieb so bis heute bei diesem leidenschaftlichen Fußballer, der es für „seine“ Alemannia zu über 700 Einsätzen in Oberliga, Regionalliga und Bundesliga brachte.

Seit seinem 15. Lebensjahr spielte Jupp Martinelli für Alemannia Aachen, stand in der Mannschaft der „Kartoffelkäfer“, die 1965 erst im Finale um den DFB-Pokal in Hannover 0:2 an Borussia Dortmund scheiterte. Der „Jupp“ führte die Alemannia, bei der er meist als „rechter Läufer mit Tordrang“ eingesetzt wurde, in die Bundesliga, wo die Truppe vom Tivoli mit einem sensationellen 4:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg debütierte. Vergessen war in diesen Tagen die „Schmach“, dass die Alemannia bei Einführung der Bundesliga 1963 nicht berücksichtigt worden war.

1970 beendete er nach 26 Jahren seine wahrlich nicht alltägliche Fußballer-Laufbahn am Tivoli, ließ seine Karriere direkt hinter der Grenze zu den Niederlanden bei Roda Sport Kerkrade ausklingen, um dann – weil er es Freunden versprochen hatte – beim Amateurverein DJK Westwacht Aachen „noch ein gutes Jährchen“ anzuhängen, ehe er dann „endgültig“ Schluss machte, sieht man einmal von einer Vielzahl von Auftritten bei der Senioren- oder Prominentenspielen ab. Nein-Sagen, wenn es um Fußball ging, das passte nie zu Jupp Martinelli.

Im Großraum Aachen fühlte er sich immer zu Hause. Montags war regelmäßig Skatspielen „mit einem Bierchen dabei“ angesagt. Aber spät wurde es dabei nie, denn gewissenhaft vorbereitet trat er allmorgendlich seinen Dienst bei der Stadtverwaltung Aachen an, erst als Inspektor, später als Amtsleiter. Und immer noch hören ihm heute die Fußballfans zu, wenn er von früheren Zeiten erzählt, „als noch Leute wie Branko Zebec, Wladimir Beara, Michel Pfeiffer, Gerd Richter, Herbert Krisp, Alfred „Ale“ Glenski, „Kalle“ Klostermann, Christian Breuer oder der einstige belgische Torschützenkönig Roger Claessen für die Alemannia dem Ball hinterher rannten“.

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