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Rot-Weiss Essen: Demandt trifft Bauchentscheidung

51-Jähriger stellt sich den Fragen im großen Interview.

Viel Zeit bleibt ihm nicht, den West-Regionalligisten und Ex-Bundesligisten Rot-Weiss Essen vor dem Absturz in die Oberliga zu bewahren. Acht Spiele vor Saisonende hat Sven Demandt (Foto) die erste Mannschaft von der Hafenstraße als Trainer übernommen. Zuvor hatte der 51-jährige Ex-Profi seinen Vertrag beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden aufgelöst, bei dem er Anfang März freigestellt worden war. Seinen Einstand als RWE-Trainer gibt Demandt, der die U 23 von Borussia Mönchengladbach in der vergangenen Saison zum Meistertitel in der Regionalliga West führte, am Freitag (ab 19.30 Uhr) in der Partie beim direkten Konkurrenten Rot Weiss Ahlen.

Im aktuellen FUSSBALL.DE-Regionalliga-Interview spricht Sven Demandt, der einen Regionalliga-Vertrag bis 2017 mit Option erhält, über die schnelle Entscheidung für RWE, die Voraussetzungen für das Erreichen des Klassenverbleibs und eine Leidenschaft, die Leiden schafft.

Wie lange mussten Sie überlegen, Trainer in Essen zu werden? Sven Demandt: Es ging alles sehr schnell – musste es auch. Unter dem Strich habe ich eine Bauchentscheidung getroffen. Die sind aber bekanntlich häufig die besten.

Sie waren von 2006 bis 2008 Trainer der Essener U 19. Wie froh sind Sie, wieder bei RWE zu sein? Demandt: Ich freue mich extrem auf die spannende Aufgabe. Aus meiner Zeit als A-Junioren-Trainer kenne ich den Verein bereits. Ich weiß, was mit diesem begeisterungsfähigen Umfeld möglich ist. Die Leidenschaft für RWE ist bei sehr vielen Menschen riesig. Aktuell schafft sie eher Leiden. Daher geht es zunächst einmal einzig und allein um den Klassenverbleib.

Wie sehen Ihre Ziele mit RWE aus, wenn Essen die Liga hält? Demandt: Essen ist nicht der einzige Verein in der Regionalliga West mit guten Möglichkeiten. Drei bis vier andere Klubs sowie die U 23-Mannschaften arbeiten ebenfalls unter extrem guten Bedingungen. Ich habe mit Gladbach am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie brutal schwierig es ist, aus der Regionalliga herauszukommen. Man muss Meister werden und durch das Nadelöhr ‚Playoff-Spiele‘ kommen. Das ist eine gewaltige Herausforderung, mit der wir uns – Stand jetzt – aber nicht beschäftigen.

Was sind jetzt Ihre vorrangigsten Aufgaben? Demandt: Die Mannschaft verfügt über viel Qualität, lässt in diesem Bereich viele andere Vereine in der Regionalliga West hinter sich. Entscheidend ist jedoch, dass wir die Qualität auch auf den Rasen bekommen. Möglicherweise müssen wir dafür an gleich mehreren Stellschrauben drehen. Ich habe RWE beim 1:0 gegen den SC Verl beobachtet. Es gilt, an diese Leistung anzuknüpfen.

Was ist sonst entscheidend, um die Mannschaft in die Spur zu bekommen? Demandt: Wir haben nicht viel Zeit, um uns auf das Ahlen-Spiel am Freitag vorzubereiten. Vor uns liegen arbeitsreiche Tage, in denen ich mir ein Bild von der Mannschaft verschaffen will. Dafür werde ich sicher einige Einzelgespräche führen. Ich denke, dass jeder merkt, dass die Spieler wollen. Ich bin dafür da, dass sie auch können.

Das komlette Interview mit Sven Demandt lesen Sie auf FUSSBALL.DE

 

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