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Galopp MH: Savoir Vivre heute mit Derby-Test

Hochkarätiges Feld im „Preis der Sparkasse Mülheim“.

Ein hochkarätiges Feld trifft sich im „Preis der Sparkasse Mülheim“ am heutigen Samstag auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg (acht Rennen, erster Start um 12.05 Uhr). Bei einem der Höhepunkte des 20. Sparkassen-Renntages gehen gleich vier Anwärter für das Deutsche Galopper-Derby (10. Juli in Hamburg-Horn) an den Start. Insgesamt sieben Pferde kämpfen in der mit 5.100 Euro dotierten Prüfung für den Dreijährigen-Jahrgang über 2.100 Meter um den Sieg. Es ist also nicht unmöglich, dass Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Martin Weck bei der Siegerehrung ein Pferd prämiert, dem eine große Zukunft bevorsteht.

Der von Jean-Pierre Carvalho in Bergheim für den Stall Ullmann (Georg Baron von Ullmann) trainierte Savoir Vivre besitzt nicht nur eine Derby-Nennung. Er könnte im Herbst (2. Oktober) sogar in dem mit rund fünf Millionen Euro dotierten Prix de l‘Arc de Triomphe an den Start gehen. Das Millionen-Rennen, das zu den wertvollsten Galopp-Prüfungen der Welt zählt, wird in diesem Jahr wegen des Umbaus der Nobel-Galopprennbahn in Paris-Longchamp in Chantilly ausgetragen.

Zunächst steht für Savoir Vivre aber die Bewährungsprobe am Raffelberg an. Bei seinem zweiten Start überhaupt wird der Hengst von Filip Minarik geritten. Der Kölner steuerte Savoir Vivre beim ersten Auftritt auf Anhieb zum Sieg. In Köln triumphierte der Carvalho-Schützling überlegen mit sechseinhalb Längen Vorsprung. „Er ist sehr gut drauf“, sagt Trainer und Ex-Jockey Carvalho. „Savoir Vivre muss aber vor den ganz großen Aufgaben noch mehr Routine bekommen. Die wollen wir ihm auf Rennbahnen in der näheren Umgebung verschaffen – ohne größeren Reisestress.“

Der Gütersloher Trainer Andreas Wöhler bietet gleich zwei Pferde aus seinem Stall mit Derby-Nennung auf. Der frische Sieger Classic Rock wird von Ex-Champion und Wöhler-Stalljockey Eduardo Pedroza geritten. Der Respekt bei der Konkurrenz ist groß. „Classic Rock hat zuletzt in Hannover ein 10.000 Euro-Rennen leicht gewonnen. Er wird auch diesmal zu beachten sein“, meint Wöhlers Kollege Carvalho.

Zweite Wöhler-Chance ist Light Of Air mit Jozef Bojko (Gütersloh) im Sattel. Als Zweijähriger war der Hengst bei seinem einzigen Start in Iffezheim bei Baden-Baden gleich erfolgreich, in diesem Jahr wurde er bei zwei Auftritten jeweils Sechster.

Erfolgstrainer Peter Schiergen (Köln) bringt den Hengst mit dem eher ungewöhnlichen Namen „Weltmeister“ für die Besitzer Eckhard Sauren (Präsident des Kölner Galopprennvereins) und Marcel Risse (Fußballprofi beim 1. FC Köln) an den Raffelberg. Jockey ist Trainer-Sohn Dennis Schiergen (Köln). Beim letzten Auftritt im mit 55.000 Euro dotierten „Bavarian Classic“ in München reichte es für Weltmeister allerdings nur zum achten Rang von acht Teilnehmern.

Ein „Heimspiel“ hat Gondaro, der vom Mülheimer Jens Hirschberger für das Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) trainiert und von Champion-Jockey Alexander Pietsch (Köln) geritten wird. Gondaros Debüt in Dresden endete mit einem elften Platz. „Er muss noch einiges lernen“, sagt Hirschberger.

Das Teilnehmerfeld im „Preis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr“ komplettieren der von Andreas Löwe (Köln) vorbereitete Amareion sowie der Debütant Eskalibur aus dem Trainingsquartier von Miltcho Mintchev (Delbrück).

Mario Hofer mit viel Mumm nach Mülheim

Eines steht schon vor dem mit 8.750 Euro dotierten Auftaktrennen, dem „Preis der Weißen Nächte am Theater an der Ruhr“, fest. Eine der sieben dreijährigen und bisher sieglosen Stuten wird den ersten Erfolg ihrer Karriere landen. Und der ist durchaus lukrativ: Allein 5.000 Euro werden an den siegreichen Besitzer überwiesen.

Für Turflady aus dem Krefelder Trainingsquartier von Mario Hofer lief es vor dem 1.400 Meter-Rennen auf dem Raffelberger Oval noch nicht rund. Denn eigentlich sollte die Stute bereits Anfang Mai in Düsseldorf ihren ersten Auftritt als Dreijährige absolvieren. Doch daraus wurde nichts. „Turflady hatte sich auf dem Weg zur Startstelle erschreckt und mich abgeworfen“, erinnert sich der österreichische Jockey Andreas Suborics (Krefeld), der in Mülheim einen neuen Anlauf mit Turflady unternimmt. „Eigentlich ist sie unkompliziert. Ich glaube nicht, dass es diesmal Probleme geben wird.“

Auch Trainer-Routinier Hofer ist guter Dinge. „Ich wäre schon enttäuscht, wenn es nicht für einen der vorderen Plätze reichen sollte. Die Trainingsleistungen waren jedenfalls gut.“ Als Zweijährige war Turflady, die dem Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) gehört, zweimal am Start. In einem mit 52.000 Euro dotierten Auktionsrennen in Dortmund wurde sie Fünfte, in einer 25.000 Euro-Prüfung in Hannover Sechste. Hofer: „Jetzt ist es an der Zeit, die Sieglosen-Phase zu beenden.“

Fast wie am Schnürchen lief es in dieser Saison bisher für Markus Klug (Köln-Heumar), der im Trainer-Championat aktuell in Führung liegt. Nach 76 Starts stehen 24 Treffer zu Buche. Für einen weiteren Sieg könnte in Mülheim die Stute Secret sorgen. Zum zweiten Mal läuft sie unter der Regie von Klug. Die Premiere Anfang Mai in Leipzig endete in einem mit 8.750 Euro dotierten Rennen auf Rang vier. „Da hatten wir uns schon etwas mehr erhofft, zumal die Trainingsleistungen hervorragend waren“, so Klug. „Es scheint, als könne Secret das im Rennen noch nicht umsetzen. Im Training ist sie bestimmt drei Klassen besser.“

Als Jockey für Secret wurde erstmals Adrie de Vries (Oudewater, NL) verpflichtet. Der „Fliegende Holländer“ gehört vor allem in Deutschland seit Jahren zu den Spitzenkönnern seines Fachs. „Vielleicht gelingt es ihm, auch im Rennen alles aus Secret herauszukitzeln“, hofft Klug.

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