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MSV: Jetzt Kampf um die Drittliga-Lizenz

„Zebras“ nach 1:2 gegen Würzburger Kickers sportlich abgestiegen.

Nur ein Jahr nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga ist der MSV Duisburg wieder drittklassig. Nach dem 0:2 im Relegationshinspiel beim Drittliga-Dritten Würzburger Kickers unterlagen die „Zebras“ den Unterfranken auch im Rückspiel vor eigenem Publikum 1:2 (1:1). Zum dritten Mal nach 1986 sowie dem Lizenzentzug 2013 muss der langjährige Bundesligist MSV damit den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Der MSV ging zwar durch ein Kopfball-Eigentor von Würzburgs Abwehrspieler Clemens Schoppenhauer (33.) 1:0 in Führung, Kickers-Angreifer Elia Soriano (37.) glich aber nur wenig später aus. Von diesem Genickschlag erholten sich die Duisburger, die nur schon 4:1 hätten gewinnen müssen, um den Klassenverbleib zu sichern, nicht mehr.

Nachdem MSV-Stürmer Victor Obinna in der Schlussphase wegen zu heftigen Reklamierens die Rote Karte gesehen hatte (89.), besiegelte Würzburgs Mittelfeldspieler Rico Benatelli (90.+1), Sohn von VfL Bochum-Legende Frank Benatelli, endgültig den erneuten Abstieg der Duisburger in die Drittklassigkeit.

In den nächsten Tagen und Wochen wird es für den MSV, der sich erst durch eine fulminante Aufholjagd überhaupt in die Relegation gerettet hatte, jetzt vor allem darum gehen, die wirtschaftlichen Weichen für die 3. Liga zu stellen und die Lizenzbedingungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu erfüllen.

Würzburger Kickers machen direkten Durchmarsch perfekt

Die von Ex-Profi Bernd Hollerbach (früher auch Co-Trainer von Felix Magath beim VfL Wolfsburg und bei Schalke 04) trainierten Würzburger machten als zweiter Verein nach RB Leipzig (Saison 2013/2014) den direkten Durchmarsch aus der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga perfekt.

Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und DFB-Vizepräsident, gratulierte umgehend: „Die Würzburger Kickers haben einen furiosen Aufstieg hingelegt und in der Region eine riesige Begeisterung entfacht. Innerhalb von fünf Jahren von der Landesliga in die 2. Bundesliga – vor dieser Leistung kann man nur den Hut ziehen. Auch wenn sich sportlicher Erfolg nicht am Reißbrett planen lässt, ist die Entwicklung der Unterfranken alles andere als ein Zufall. Die Kickers haben sich hohe Ziele gesetzt und die Professionalisierung mit Bernd Hollerbach und der gesamten Vereinsspitze akribisch vorangetrieben. Nun hat sich der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga schneller erfüllt, als gedacht. Die große Aufgabe besteht jetzt darin, mit ähnlichem Weitblick die notwendigen Rahmenbedingungen für die 2. Liga zu schaffen und dafür zu sorgen, dass auch mögliche Rückschläge den Verein nicht aus der Bahn werfen.“

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