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Ex-Siegener Schlussmann Koczor auf Erfolgswelle

Sieben Siege in den ersten sieben Saisonspielen mit Carl Zeiss Jena.

Dass der FC Carl Zeiss Jena derzeit durch die Saison in der Regionalliga Nordost marschiert, liegt auch an der herausragenden Defensive. Nach sieben Spielen musste der verlustpunktfreie Spitzenreiter erst ein Gegentor hinnehmen. Ein Grund dafür ist Jenas Torwart Raphael Koczor (Foto/früher unter anderem Sportfreunde Siegen, Rot Weiss Ahlen und FC Viktoria Köln, der die gegnerischen Angreifer regelmäßig zur Verzweiflung bringt. Auch im Topspiel beim ärgsten Verfolger Hertha BSC U 23 am Freitagabend (ab 18 Uhr) will der 27-jährige Koczor seinen Kasten wieder sauber halten.

Im aktuellen FUSSBALL.DE-Regionalliga-Interview der Woche spricht Raphael Koczor mit MSPW-Volontär Christian Knoth über seinen beeindruckenden Saisonstart mit dem FC Carl Zeiss, eine offene Rechnung mit der U 23 von Hertha und die Erfahrungen in der Regionalliga West.

FUSSBALL.DE: Sieben Partien, ein Gegentor. Spielen Sie bisher die Saison Ihres Lebens, Herr Koczor?

Raphael Koczor: Das ist schwer zu sagen. Klar ist, das nicht nur ich, sondern wir als gesamte Mannschaft bisher sehr zufrieden sein können. Jetzt gilt es, an die Leistungen der zurückliegenden Wochen anzuknüpfen und sich nicht auf den Erfolgen auszuruhen.

FUSSBALL.DE: Haben Sie Ihre bisherige Saisonbestleistung im Kopf?

Koczor: Genau weiß ich es nicht. Ich kann mich aber daran erinnern, dass ich zu meiner Zeit beim jetzigen West-Regionalligisten Sportfreunde Siegen in den Spielzeiten 2011/2012 und 2012/2013 in insgesamt 66 Partien 35-mal zu Null gespielt habe. Das ist wohl nicht allzu schlecht. (lacht)

FUSSBALL.DE: In der Liga rangieren Sie mit Jena unangefochten an der Spitze. Wie gut stehen die Chancen auf die Meisterschaft?

Koczor: Der Saisonstart war hervorragend. Das wissen wir alle. Dennoch gibt es viele Konkurrenten, die sich bisher unter Wert verkauft haben und ebenfalls eine Rolle im Titelrennen spielen wollen. Dazu zähle ich unter anderem den derzeit kriselnden FSV Wacker Nordhausen und den immer besser in Fahrt kommenden FC Energie Cottbus. Es gab in den vergangenen Jahren genügend Beispiele für Teams, die lange Spitzenreiter waren, am Ende aber nicht mehr konstant ihre Spiele gewinnen konnten. Die Liga ist unberechenbar. Deshalb ist es noch zu früh, zu sagen, wie gut unsere Titelchancen stehen.

FUSSBALL.DE: Am Freitag steht das Spitzenspiel bei der U 23 von Hertha BSC an. Mit einem Sieg würden Sie den Vorsprung auf Platz zwei mindestens auf sechs Zähler ausbauen. Wie wichtig wäre es, am Freitag einen Dreier einzufahren?

Koczor: Wir setzen uns nicht unnötig unter Druck, gehen mit der gleichen Einstellung wie in den vergangenen Wochen in die Partie. Entscheidend ist, dass wir locker bleiben und Spaß am Fußball haben. Dann bleiben wir auch erfolgreich. Klar ist, dass Hertha ein sehr starker Gegner ist. In der zurückliegenden Saison haben uns die Herthaner in unserem Stadion vorgeführt, 5:3 besiegt. Jetzt möchten wir den Spieß umdrehen.

FUSSBALL.DE: In Jena stehen Sie seit 2014 unter Vertrag. Zuvor waren Sie bis auf ein halbes Jahr beim Südwest-Regionalligisten Hessen Kassel immer im Westen am Ball. Gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Fußball im Westen und im Nordosten?

Koczor: In der Regionalliga West gibt es mehr Traditionsvereine, die früher Profifußball gespielt haben. Das Zuschaueraufkommen ist dementsprechend größer. Bei Spielen von Rot-Weiss Essen denkst du zum Beispiel, du wärst bei einer Bundesligapartie. Ich war in den zurückliegenden Jahren öfter im RWE-Stadion an der Hafenstraße, weil dort einige Freunde von mir gespielt haben und zum Teil immer noch am Ball sind.

FUSSBALL.DE: Wer genau?

Koczor: Vom aktuellen Kader kenne ich nur noch Richard Weber. Wir haben zusammen in Siegen gespielt. In der Essener Mannschaft der vergangenen Saison waren mit Daniel Grebe, der mittlerweile für den Wuppertaler SV aktiv ist, und dem jetzigen Uerdinger Leon Binder zwei weitere ehemalige Mannschaftskollegen aus Siegen dabei. Ich wurde von ihnen einige Male zu Spielen von RWE eingeladen. Der Einladung bin ich gerne gefolgt. Zum einen, weil ich ohnehin einmal die Woche meine Familie besuche. Meine Eltern wohnen im rund 30 Kilometer von Essen entfernten Witten. Zum anderen bin ich fußballverrückt, gucke mir gerne Spiele von anderen Vereinen an, wenn es die Zeit zulässt.

Das gesamte Interview lesen Sie auf FUSSBALL.DE.

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