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Traben GE: Renntagabsage und drei Kündigungen

Sonntag wird am Nienhausen Busch nicht getrabt – Mitarbeiter müssen gehen.
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Die Negativschlagzeilen rund um den Trabrennsport in Gelsenkirchen reißen nicht ab. Jetzt musste wegen Startermangels die für den kommenden Sonntag (4. Dezember) geplante Rennveranstaltung am Nienhausen Busch abgesagt werden.

Außerdem musste Rennvereinspräsident Uwe Küster in einem „Offenen Brief“ bzw. einer offiziellen Mitteilung einräumen, dass drei langjährige Mitarbeiter/innen die Kündigung zum 31. Dezember erhalten haben, „um den Rennbetrieb aufrecht erhalten zu können“. Grund sei unter anderem die negative Umsatzentwicklung (minus 9,19 Prozent pro Rennen).

Die Renntage am 14. und 26. Dezember sollen nach aktuellem Stand stattfinden.

Wir veröffentlichen die Mitteilung im Wortlaut:

„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Trabrennsporfreunde!

Der für Sonntag, 4. Dezember, auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen vorgesehene Renntag findet nicht statt. Nach Verlängerung der Starterangabe von Montag (28.) auf Dienstag (29.) wäre lediglich eine Veranstaltung möglich gewesen, deren Durchführung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht rentabel und auch aus sportlichen Erwägungen kaum tragfähig gewesen wäre.

Unter Vorbehalt wären maximal acht Rennen denkbar gewesen – jedoch nur mit sehr kleinen Feldern aus zum Teil nur sechs Teilnehmern. Gleichzeitig wären Nichtstarter nicht auszuschließen gewesen. Das hätte zur Folge haben können, dass sich das Programm kurzfristig anders dargestellt hätte, als es den Besuchern ursprünglich angekündigt worden wäre. Wir sehen es als unsere Pflicht gegenüber den treuen Zuschauern an, keine falschen Tatsachen vorzugaukeln!

Anders als in diversen Foren behauptet, war es keineswegs vor dem vergangenen Wochenende „schon klar“, dass der Renntag nicht stattfinden würde. Es wurde ein Zusammenhang konstruiert zu den Kündigungen, die der Rennverein drei langjährigen und engagierten Mitarbeiter/innen zum 31. Dezember aussprechen musste. Eine solche Diskussion ist völlig haltlos!

Unstrittig ist, dass sich die Renntagsumsätze der letzten Monate negativ entwickelt haben. Um auch im kommenden Jahr den Rennbebetrieb am Nienhausen Busch aufrecht erhalten zu können, sind die Kündigungen unumgänglich. Wir bedauern das zutiefst, müssen uns aber den Gegebenheiten stellen. Das – auch von den betroffenen Mitarbeitern – alles Entsprechende versucht worden ist, um die Veranstaltung am 4. Dezember durchzuführen, steht außer Frage!

Eine Frage, die im Raum steht, ist die nach der Zukunft des Traberstandortes Gelsenkirchen. Um möglichen Spekulationen zuvorzukommen, betonen wir, dass die beiden weiteren im Dezember vorgesehenen Renntage am 14. sowie am 26. 12. durchgeführt werden sollen und bei entsprechenden Nennungsergebnissen während der Starterangaben auch werden.

Und auch 2017 werden Trabrennen auf unserer Bahn stattfinden! Das senden wir schon jetzt als klares Signal, damit Trainer und Besitzer wissen, dass es bei Gelsentrab auch weiterhin Startmöglichkeiten für ihre Pferde geben wird!

Für den Rennverein,

Uwe Küster
(Präsident GelsenTrabPark e.V.)“

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1 Kommentar

  1. Es ist traurig, wie man mitansehen muss, wie unser sport immer weiter zurückgeht. Ich bin seit meiner Schulzeit im Rennsport, habe vor zwei Jahren nochmal gezüchtet, habe zwei junge Pferde mit viel Talent und ich hoffe, dass sie es im nächsten Jahr unter Beweis stellen können. Es wird nie wieder so sein wie vor 20 Jahren. Ich bin nur ein kleiner Besitzer, der sich über ein kleines Platzgeld freut und ein eventueller Sieg ist wie, als wenn man ein PMU- oder ein Zuchtrennen gewinnt. Ich hoffe immer noch das Beste. Viele Grüße, Renate Matczak

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