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VfL Osnabrück: Duo gesteht Verwicklung in versuchte Manipulation

Marc Heider und Addy-Waku Menga belasten aber weiteren Teamkollegen stark.
Wie bereits von MSPW berichtet, hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen anlässlich des Verdachts der versuchten Einflussnahme auf das Meisterschaftsspiel der 3. Liga zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Paderborn 07 (0:0) aufgenommen. Auslöser dafür war ein auf Grundlage der bestehenden Meldepflicht ergangener Hinweis an den Ombudsmann des DFB. Demnach sollen Spieler des VfL Osnabrück versucht haben, von der im Abstiegskampf befindlichen Mannschaft Werder Bremen II Gegenleistungen zu bekommen, wenn sie sich in ihrem Spiel gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Paderborner um einen Sieg bemühen. Nach Kenntniserlangung der Verdachtsmomente hat der zuständige 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch unverzüglich den Kontrollausschuss eingeschaltet und Ermittlungen veranlasst. Daneben wurde vom DFB eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt sowie die Ethikkommission informiert.

Inzwischen gestanden laut Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit Marc Heider und Addy-Waku Menga zwei Profis des VfL Osnabrück zumindest eine Verwicklung in den Fall. Allerdings belasten sie eine dritte, noch nicht genannte Person aus dem VfL-Kader stark. Nach Information der „NOZ“ gaben Heider und Menga zu, dass sie vor dem Heimspiel des VfL Osnabrück gegen den SC Paderborn 07 Kontakt zu Spielern aus der U 23 des SV Werder Bremen, ihres früheren Vereins, aufgenommen hatten. Das Duo behauptet aber, dabei dem Drängen eines Mitspielers nachgegeben zu haben. „Er hat mich immer wieder genervt, deshalb habe ich einen ehemaligen Mitspieler angerufen“ wird Heider, der in der Zeit von 2006 bis 2009 für den SV Werder am Ball war, in der Zeitung zitiert. Seinen ehemaligen Kollegen habe er dann gesagt: „Einer meiner VfL-Kollegen glaubt, Werder würde uns für einen Sieg gegen Paderborn etwas zahlen.“ Sein früherer Bremer Mitspieler habe jedoch abgelent. Es sei weder zu Absprachen noch zu Zahlungen gekommen.

Den Namen des dritten verwickelten VfL-Spielers wollten Heider und Menga nicht nennen. Dieser sei jedoch bereits aufgefordert worden, sich öffentlich zu bekennen.

Ob das Trio jetzt noch eine Zukunft beim VfL Osnabrück haben wird, ist mehr als fraglich. Schließlich droht allen drei Spielern eine Sperre durch den DFB. Außerdem hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Die Spieler könnten schon wegen des Versuchs einer möglichen Absprache zur Spielmanipulation belangt werden.

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