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Dank Schumacher: Bonn schafft Pokal-Überraschung

Nach 1:0 gegen Drittligist Fortuna Köln im DFB-Pokal dabei.


Riesenjubel beim West-Regionalligisten Bonner SC: Mit einem 1:0 (0:0) gegen den Drittligisten SC Fortuna Köln machte das Team von BSC-Trainer Daniel Zillken am „Finaltag der Amateure“ den ersten Triumph der Vereinsgeschichte im Mittelrheinpokal perfekt. Erstmals seit der Saison 1977/1978 – damals hatte sich der Verein als Zweitligist für den Wettbewerb qualifiziert – dürfen die Bonner wieder am DFB-Pokal teilnehmen und bei der Auslosung der ersten Runde am Sonntag, 11. Juni, auf einen attraktiven Gegner hoffen!

Vor 6643 Zuschauern im heimischen Sportpark Nord gelang Bonns Mittelfeldspieler Dario Schumacher (54.), Enkel von Ex-Nationalspieler Heinz Hornig (Vize-Weltmeister von 1966), der einzige Treffer der Partie.

Zwei Fortuna-Pfostenschüsse in zwei Minuten

Der Bonner SC, der im Halbfinale den Regionalliga West-Meister und Titelverteidiger FC Viktoria Köln (2:0) ausgeschaltet hatte, wurde zwar in der ersten Halbzeit über weite Strecken in die Defensive gedrängt, kam aber nach einer guten Viertelstunde zur bis dahin besten Tormöglichkeit. Daniel Somuah scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Fortuna-Torhüter André Poggenborg (18.). Wenig später verpasste Bonns Top-Torjäger Lucas Musculus (Foto/20 Saisontreffer) eine Kopfballvorlage von Connor Krempicki nur knapp.

Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber dann aber jede Menge Dusel. Innerhalb von nur zwei Minuten trafen die beiden Kölner Mittelfeldspieler Markus Pazurek (37.) und Christopher Theisen (38.) nur den Pfosten des von Martin Michel gehüteten BSC-Tores.

Das sollte sich rächen. Mit einem sehenswerten 20-Meter-Schuss unter die Latte brachte Dario Schumacher (54.) den Bonner SC in Führung. Kurios: Versehentlich spielte der Stadionsprecher nach dem Treffer des 24-jährigen Mittelfeldspielers die Fortuna-Hymne an, bemerkte aber schnell seinen Irrtum.

Nur Flottmann kassiert Platzverweis am Finaltag

Die Mannschaft von Kölns Trainer Uwe Koschinat bemühte sich zwar in der Schlussphase um den Ausgleich, allzu zwingend waren die Aktionen allerdings nicht mehr – und blieben letztlich auch ohne Erfolg. Die Fortuna kassierte ihre zweite Endspielniederlage in Serie (nach dem 5:6 im Elfmeterschießen gegen den Lokalrivalen FC Viktoria Köln 2016) und verpasste damit erneut ihren zweiten Erfolg im Mittelrheinpokal nach 2013.

Besonders bitter endete der letzte Auftritt von Daniel Flottmann im Fortuna-Trikot. Der 32-jährige Defensivspieler, der zum West-Regionalligisten SV Rödinghausen wechseln wird, sah kurz vor dem Abpfiff wegen Foulspiels die Gelb-Rote Karte (88.). Es war der einzige Platzverweis am „Finaltag der Amateure“.

Bonner Sportpark Nord bleibt dauerhafter Finalort

Das Finale fand schon zum sechsten Mal in Serie im Bonner Sportpark Nord statt, soll dort auch – wie das Endspiel um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion – seine dauerhafte „Heimat“ bekommen. Bereits 2015 war dem Bonner SC der Einzug in das Endspiel im eigenen Stadion gelungen. Vor zwei Jahren gab es allerdings ein 1:4 gegen Viktoria Köln. Diesmal machte es der BSC besser und fiebert schon jetzt seiner zweiten DFB-Pokal-Teilnahme entgegen.

Bei der Premiere in der Saison 1977/1978 schieden die Bonner, kurz zuvor per Lizenzentzug zum Zwangsabstieg aus der 2. Bundesliga verurteilt, erst in der dritten Runde gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach aus (0:3). In der kommenden Spielzeit könnte es nun zum Wiedersehen mit den „Fohlen“ kommen.

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