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Galopp Mülheim: Perfekter Geburtstag für Lucien van der Meulen

Niederländischer Doppelsieg am Raffelberg durch Naqdy und Naziba.


Seinen 56. Geburtstag hätte sich der niederländische Galopper-Trainer und -Besitzer Lucien van der Meulen (Rijkevoort) besser kaum malen können. Auf der Rennbahn am Mülheim Raffelberg feierte der Mann aus dem Nachbarland vor rund 3.500 Zuschauern einen Doppelsieg. „So etwas erlebt man nicht alle Tage – erst recht nicht an seinem Geburtstag“, lachte van der Meulen mit der Sonne am Raffelberg um die Wette.

In dem mit 7.500 Euro dotierten „Preis vom Gestüt Ebbesloh“ waren die beiden van der Meulen-Starter Naqdy und Naziba (Foto) über die 1.400-Meter-Distanz nicht zu bezwingen. Siegreiter war der achtmalige Champion Andrasch Starke (Köln), der bereits das Auftaktrennen am Raffelberg gewonnen hatte und den Raffelberg mit einer perfekten Bilanz verließ: Zwei Starts, zwei Siege!

Die zweitplatzierte Naziba wurde von Maike Riehl (Neunkirchen-Seelscheid) geritten, die – wie Starke – bei Peter Schiergen (Köln) angestellt ist. Die 21-jährige Auszubildende wurde gleich nach dem Rennen von Starke geadelt. „Maike ist fantastisch geritten“, lobte der Gewinner von mehr als 2.400 Rennen, der in Mülheim als Führender im Jockey-Championat erstmals mit einer goldenen Armbinde unterwegs war.

Eingangs der Zielgeraden hatte Naziba (Totokurs 88:10) noch die Nase gegenüber Naqdy (77:10) vorn. Doch im Endspurt setzte sich der fünfjährige Wallach Naqdy gegen seine dreijährige Stallgefährtin durch. Hinter dem niederländischen Duo landete Dieu Merci aus dem Dortmunder Trainingsquartier von Ralph Schaaf (Dortmund) als bester deutscher Starter auf dem dritten Platz.

Außenseiter gewinnt – Viererwette geknackt

Die Letzten werden die Ersten sein: Das galt zumindest für das Viererwette-Rennen um Prämien in Höhe von 6.200 Euro. Die drei Erstplatzierten waren lange Zeit am Ende des Feldes zu sehen, legten dann aber einen sehenswerten Endspurt hin.

Rang eins ging schließlich an den 124:10-Außenseiter Viscount Vert, der von Toni Potters (Großenkneten) trainiert wird, mit Jockey Martin Seidl (Köln). Dahinter belegten Real Promise (120:10) und die 31:10-Favoritin Diamantfee die Plätze zwei und drei. Vierter wurde mit Bolanos (216:10) einer der längsten Außenseiter im Feld.

Die Viererwette, inklusive eines Jackpots von 7.881 Euro ausgeschüttet, zahlte auf diesen Einlauf auf Basis von zehn Euro Einsatz 51.741 Euro. Ein Wetter auf der Bahn hatte doppeltes Glück. Er hatte mehrere Systemscheine in einem Gesamtwert von einigen hundert Euro abgegeben. Nur auf zwei seiner Scheine befand sich die richtige Kombination. Er durfte sich über 5.174 Euro freuen, weil er die Wette zweimal mit 50 Cent traf.

Der Gesamtumsatz betrug nach acht Prüfungen beim zweiten Renntag der Saison in Mülheim 106.321 Euro und damit durchschnittlich 13.290 Euro pro Rennen. Der Anteil der Außenwetten lag bei 59.243 Euro.

Das Präsidium des neuen Rennclubs Mülheim an der Ruhr um Präsident Karl-Dieter Ellerbracke (Gestüt Auenquelle/Rödinghausen) durfte sich damit über eine Steigerung im Vergleich zur schon durchaus gelungenen Auftaktveranstaltung freuen. Anfang April waren – ebenfalls bei einem After-Work-Renntag an einem Dienstag – bei allerdings nur sieben Rennen 81.562 Euro (Schnitt: 11.651 Euro) gewettet worden.

Foto-Quelle: Marc Rühl

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