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RWE-Vorsitzender Marcus Uhlig: „Drehen jeden Stein um“

Großes MSPW-Interview für Fachmagazin „kicker“ und FUSSBALL.DE.
Der ehemalige Bundesligist Rot-Weiss Essen, aktuell Tabellensiebter in der viertklassigen Regionalliga West, versucht seit Jahren, den Sprung in die 3. Liga zu schaffen. Auch in dieser Saison wird es damit wohl nichts. Bereits 15 Punkte liegt der Deutsche Meister von 1955 und DFB-Pokalsieger von 1953 hinter dem souveränen Spitzenreiter FC Viktoria Köln zurück. Marcus Uhlig (Foto) ist seit Anfang März 2018 Vorstandsvorsitzender des Traditionsvereins aus dem Ruhrgebiet. Der 47-Jährige war zuvor unter anderem viele Jahre für Arminia Bielefeld in verschiedenen Positionen tätig.

Im großen MSPW-Interview für das Fachmagazin „kicker“ und FUSSBALL.DE spricht Marcus Uhlig mit den Redakteuren Ralf Debat und Thomas Palapies-Ziehn über die Unzufriedenheit im Umfeld, die Ziele für die Rückrunde und über eine mögliche Ausgliederung.

Wie bewerten Sie die aktuelle Situation von Rot-Weiss Essen ein halbes Jahr vor Auslaufen der Aktion „Hoch3“, die noch von Ihrem Vorgänger Dr. Michael Welling initiiert worden war, Herr Uhlig? Eigentlich sollte an deren Ende der Aufstieg in die 3. Liga stehen!

Marcus Uhlig: Ich möchte gar nicht um den heißen Brei herumreden. Die aktuelle Situation ist nicht gut. Aber Aufgeben ist keine Option.

Welche Maßnahmen wollen Sie ergreifen?

Uhlig: Ich weiß doch, was einige Leute denken. Die hätten am liebsten, wenn einer mal richtig auf den Tisch haut, womöglich die halbe Mannschaft rausschmeißt. Das machen wir nicht. Es geht jetzt in erster Linie darum, den Überblick zu behalten sowie zielgerichtet und nachvollziehbar ein Konzept auf die Beine zu stellen. Und zwar nicht nach dem Motto: Haltet uns mal die Treue, das wird schon alles hier, sondern ein Konzept mit Hand und Fuß, um sportlich voranzukommen. Sobald dieses steht, werden wir es der Öffentlichkeit präsentieren.

Aktuell steht RWE auf Rang sieben, 15 Punkte hinter Spitzenreiter Viktoria Köln!

Uhlig: Wir sind in der Hinrunde im Ergebnis nicht wirklich von der Stelle gekommen, sind nur Mittelmaß. Das ist so. Und wir wissen, dass wir das auf Dauer hier nicht anbieten können. Wir müssen daran arbeiten. Und das tun wir. Intern drehen wir jeden Stein um.

Ist das emotionale Umfeld manchmal ein Hemmschuh?

Uhlig: Fakt ist, dass die Ausschläge bei Traditionsvereinen bei Erfolg oder Misserfolg groß sind. Und bei RWE sind sie besonders groß. Hinzu kommt die erfolgreiche Vergangenheit. Jeder hat Glanz in den Augen, wenn er davon berichtet und jeder will unbedingt wieder dorthin. Das wollen wir selbstverständlich auch. Mit unserem guten Start in die aktuelle Saison, nach sechs Spieltagen waren wir souveräner Spitzenreiter, haben wir Hoffnungen geweckt – aber auch die Fallhöhe nach oben getrieben. Auch deshalb ist die Unzufriedenheit derzeit so groß.

Trotzdem sagen Sie, dass Sie vor Saisonbeginn mehr richtig als falsch gemacht haben!

Uhlig: Ich bleibe dabei, dass die Personalentscheidungen mit unseren Neuzugängen im Sommer 2018 insgesamt gut waren. Und vor allem haben wir im April 2018 die richtige Trainer-Entscheidung getroffen. Karsten Neitzel passt hervorragend zu Rot-Weiss Essen – fachlich und menschlich. Er hat verstanden, wie RWE funktioniert.

Was können Karsten Neitzel und die Mannschaft in der Restrunde noch erreichen?

Uhlig: Auch wenn jetzt einige aufstöhnen: Die Saison ist noch nicht vorbei. Ich glaube nach wie vor an unsere Mannschaft. Wir haben ein gutes Team mit Potenzial. Es ist doch ein Unterschied, wenn wir nach dem 34. Spieltag Bilanz ziehen und Dritter, Siebter oder Zehnter sind. Meine Erwartung ist, dass die Mannschaft sich stabilisiert und eine richtig gute Rückrunde spielt, so dass wir am Ende sagen können, dass wir trotz einer turbulenten Spielzeit einen Schritt nach vorne gemacht haben.

Das komplette Interview lesen Sie in der Printausgabe des „kicker“ (3. Januar) und bei FUSSBALL.DE.

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