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Kölns U 21-Trainer Pawlak im Interview: „Ich bin nicht Superman“

Angehender Fußball-Lehrer soll „Effzeh“ erneut zum Klassenverbleib führen.
Seit November ist André Pawlak (Foto) erneut Trainer der U 21 des 1. FC Köln in der Regionalliga West. Nachdem der 47 Jahre alte A-Lizenzinhaber und studierte Lehrer (Sport und Chemie) das Nachwuchsteam des „Effzeh“ bereits in der zurückliegenden Saison zum Klassenverbleib geführt hatte, beerbte ihn im Sommer zunächst Ex-Bundesligaprofi Markus Daun. Grund: Pawlak sollte sich auf seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer an der Sportschule in Hennef (Nordrhein-Westfalen) konzentrieren. Unter der Regie von Daun hatte Kölns U 21 nach 17 Spieltagen aber nur ein Spiel gewonnen. Die Folge: Pawlak, der früher unter anderem auch schon für die SG Wattenscheid 09, die SSVg Velbert und den KFC Uerdingen 05 (jeweils Aufstieg in die Regionalliga West) tätig war, kehrte auf die Trainerbank zurück – und holte aus seinen ersten vier Begegnungen bereits zwei Siege. Die „Mission Klassenverbleib“ mit Pawlak ist einmal mehr gestartet.

Im FUSSBALL.DE-Interview spricht André Pawlak mit MSPW-Mitarbeiter Christian Knoth über seine frühe Rückkehr zur U 21, den Austausch mit mehreren Ex-Nationalspielern an der Hennes-Weisweiler-Akademie und seinen früheren Job als Lehrer.

FUSSBALL.DE: Wie kam es zu Ihrem vorzeitigen Comeback als U 21-Trainer beim 1. FC Köln, Herr Pawlak?

André Pawlak: Nachdem es sportlich für das Team nicht rund lief und ich gefragt wurde, ob ich früher als geplant wieder als Trainer tätig sein möchte, musste der Verein mich nicht groß überreden. Ich war ja ohnehin noch beim 1. FC Köln angestellt und wollte der Mannschaft sofort helfen, die sportliche Wende zu schaffen. Gleichzeitig die Ausbildung zum Fußball-Lehrer zu absolvieren, ist zwar sehr fordernd – aber auf jeden Fall machbar.

Ihrem vorherigen Hauptberuf als Sport- und Chemielehrer an einer Sekundarschule gehen Sie aber nicht mehr nach, oder?

Pawlak: Nein, ich bin ja nicht Superman. (lacht) Mit der Arbeit als Regionalligatrainer und der Ausbildung zum Fußball-Lehrer bin ich zeitlich ausgelastet. Nach zehn Jahren als Lehrer habe ich mich im Sommer 2017 beurlauben lassen. Seitdem liegt der Fokus auf meiner Leidenschaft – dem Fußball.

Sie sehen Ihre Zukunft also eher auf dem Fußballplatz als in der Schule?

Pawlak: Es ist definitiv mein Wunsch, hauptberuflich als Fußballtrainer zu arbeiten. Diesen Wunsch haben aber enorm viele Menschen. Ich bin froh, meinen Job als Sport- und Chemielehrer als Auffangnetz zu haben, falls es mir nicht gelingt, langfristig hauptberuflich im Fußballbereich zu arbeiten.

Sind durch Ihre Zeit an der Hennes-Weisweiler-Akademie des DFB in Hennef bereits Freundschaften entstanden?

Pawlak: Wir haben eine hervorragende Gruppe mit einigen Trainern, die ich bereits vor Beginn meiner Ausbildung kannte und zu denen ich ein gutes Verhältnis habe – dazu zählen Mike Terranova von SC Rot-Weiß Oberhausen und Ex-Nationalspieler Patrick Helmes, der bis September 2017 ebenfalls im Nachwuchsbereich des 1. FC Köln gearbeitet hatte und jetzt für Bayer 04 Leverkusen tätig ist. Aber auch mit anderen Teilnehmern – wie zum Beispiel dem ehemaligen Nationalspieler Andreas Hinkel – habe ich mich schon intensiv ausgetauscht. Ich konnte in Hennef viele neue Kontakte knüpfen und bin mir sicher, dass ich mit einigen Trainern auch nach der Beendigung des Lehrgangs in Verbindung bleiben werde. Ob daraus Freundschaften entstehen, wird man sehen.

Als Sie die Mannschaft im November erneut übernahmen, stand erst ein Saisonsieg zu Buche. Mittlerweile sind es drei – unter anderem gewann Ihr Team zum Jahresabschluss 1:0 gegen Rot-Weiss Essen. Wie bewerten Sie die bisherigen Leistungen unter Ihrer Regie?

Pawlak: Sehr positiv. Wir haben eine klasse Entwicklung gezeigt und uns Schritt für Schritt gesteigert. Schon bei der 2:3-Auswärtsniederlage beim Bonner SC hätten wir punkten können, beim 2:1 gegen den TV Herkenrath und gegen Rot-Weiss Essen haben wir uns dann für couragierte und vor allem disziplinierte Auftritte belohnt. Meiner Meinung nach war der Sieg gegen RWE auch keine Sensation. Wir besitzen genug Qualität im Team, um solche Mannschaften in die Knie zu zwingen. Zum Pflichtspielstart ins neue Jahr wollen wir Anfang Februar bei Alemannia Aachen genau da weitermachen, wo wir im Dezember aufgehört haben.

Das komplette Interview lesen Sie auf FUSSBALL.DE.

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