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Traben GE: Nick Schwarma schnappt sich Amateur-Trophy

20-Jähriger aus Weeze vorne – Fünf Trainertreffer für Wolfgang Nimczyk.


Den Sieg in der „Amateur-Trophy“, die in sechs Wertungsläufen auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen entschieden wurde, sicherte sich der erst 20-jährige Nick Schwarma aus dem niederrheinischen Weeze. Er landete am Nienhausen Busch mit der Außenseiterin Sternschnuppe Poet (Foto) und seinem von Bruder Tim Schwarma trainierten Donna Leone H zwei Volltreffer und war damit praktisch nicht vom Thron zu stoßen, da in die Gesamtwertung nur die beiden besten Ergebnisse der jeweiligen Teilnehmer einflossen.

Knapp hinter Nick Schwarma belegte Cathrin Nimczyk (Willich) den zweiten Rang. Sie ließ einem Ehrenplatz mit Miguel Greenwood im letzten Lauf einen nicht unbedingt erwarteten Sieg mit Escudo folgen und schob sich damit noch an dem zweimal als Zweiter eingefahrenen Johan Neels (NL) vorbei. Ebenfalls bei der „Amateur-Trophy“ mit von der Partie war Ex-Fußball-Nationalspieler Hannes Bongartz, der bei zwei Starts einmal Fünfter und einmal Sechster wurde und damit nicht in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen konnte.

Amateurfahrerin Cathrin Nimczyk war mit ihrer guten Ausbeute Teil eines ausgesprochen erfolgreichen Nimczyk-Teams, aus dem Vater Wolfgang mit fünf Trainersiegen herausstach. Aber auch Champion Michael Nimczyk durfte nach der Veranstaltung zufrieden sein. Deutschlands erfolgreichster Sulkyprofi der letzten Jahre zog zweimal in den Winner Circle ein, wobei der Erfolg mit Hercules Petnic etwas schwerer wiegen dürfte als der mit Quick Winner in der Klasse bis 7.000 Euro Gewinnsumme. Der sechsfache Vorjahressieger war mit einem Totokurs von 74:10 erwartungsgemäß als Nummer drei auf der Sieganwärterliste an den Ablauf gelangt, übertraf die Erwartungen am Ende jedoch deutlich.

Nachdem die höher eingeschätzten C’est La Vie C (Stefan Schoonhoven) und der nach rund 900 Metern in der Außenspur auf sich gestellte Mr Bathuan Byd (Jan Thijs de Jong) sich lange um die Führungsarbeit verdient gemacht hatten, schritt Hercules Petnic erst auf der Zielgeraden zur Tat. Mit großen Schritten rückte der Wallach dem inzwischen vorne liegenden „Mister“ dichter auf den Pelz und verfehlte seine Wirkung damit nicht. Zum Entsetzen der Favoritenwetter reagierte der Bahnspezialist weit vor dem Pfosten mit einer Galoppade und machte den Weg für den Angreifer damit frei. „Ich glaube, wir hätten auch ohne den Fehler gewonnen“, zeigte sich Michael Nimczyk nach dem Rennen selbstbewusst und verriet, dass Hercules Petnic ohne Hufeisen -wie an diesem Tag – am besten geht.

Mit welchem Beschlag Candyman Hornline im zweiten Lauf der „Amateur-Trophy“ antrat, ist nicht bekannt. Unstrittig ist, dass der Achtjährige so stark war wie selten zuvor und sich mit seiner Leistung nicht hinter seinem Trainingsgefährten verstecken muss. Michael Nimczyks Onkel Thomas Maaßen entschied sich in der Meilenprüfung für die höchste Tagesklasse früh für die nicht umsonst häufig als „Todesspur“ bezeichnete Lage außen ohne Deckung und verlangte seinem Partner damit einiges ab, obwohl dieser mit einer Siegquote von 179:10 nicht zu den Favoriten zählte. „Candyman“ war es scheinbar egal. In einem lange dramatischen Finale packte der Vielstarter nochmals herzhaft zu, zwang den von Beginn an führenden Lordano Ass (Simon Siebert) rechtzeitig in die Knie und ließ sich auch von Miguel Greenwood (Cathrin Nimczyk) nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

Voll abgeliefert hat beim drittletzten Gelsentrab-Renntag des Jahres auch Niels Jongejans. Der Niederländer war mit zwei chancenreichen Pferden aus dem Besitz von Sigrid Velten (Hochheim) angereist und stellte die Maximalausbeute sicher. Dabei hatte er mit Velten Valerie im „25 Jahre Minitraber-Rennen“ eher leichtes Spiel, während der bestens aufgelegte Velten Las Vegas zum Abschluss schon an seine Grenzen gehen musste, um sich gegen Kissing Diamond (Jaap van Rijn) zu behaupten.

Die Trabrennbahn in Gelsenkirchen legt jetzt wieder eine fast fünfwöchigen Pause ein. Der nächste Renntag findet erst am Montag, 16. Dezember, statt. Am zweiten Weihnachtstag (Donnerstag, 26. Dezember) endet die Saison 2019 dann beim traditionellen „Traben unterm Tannenbaum“.

Der Wettumsatz bei insgesamt 13 Prüfungen betrug 115.564 Euro (Schnitt pro Rennen 8.889 Euro). Davon wurden 36.910 Euro (Schnitt 2.839 Euro) auf der Rennbahn selbst gewettet.

Foto-Quelle: GelsentrabPR/Sabine Sexauer

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