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Rot-Weiss Essen: Trainer Neidhart lobt Neuzugang Weber

Abwehrspieler gehörte beim 4:0 in Homberg erstmals zur Startformation.
Nein, spielerische Glanzlichter setzte Spitzenreiter Rot-Weiss Essen beim vierten Sieg in Serie (4:0 beim VfB Homberg) nicht. Das war allerdings auch gar nicht beabsichtigt, wie RWE-Cheftrainer Christian Neidhart (52/auf dem Foto links) später im Gespräch mit dem Fachmagazin „kicker“ und MSPW zufrieden feststellte. „Auf diesem Acker war technisch feiner Fußball gar nicht möglich“, so der Ex-Profi. „Deshalb haben wir taktisch umgestellt und es vor allem mit einfachen Mitteln wie langen Bällen probiert. Dieser Plan ist aufgegangen, weil die Jungs die äußerst schwierigen Bedingungen sehr gut angenommen und ihre Chancen konsequent genutzt haben.“

Nicht zuletzt lieferte die Begegnung am Homberger Rheindeich einmal mehr einen Beleg für die für Viertliga-Verhältnisse außergewöhnliche Kaderbreite bei den Essenern. So verhalf die Umstellung auf eine Dreierkette in der Abwehr Felix Weber (25/rechts) zu seinem Startelf-Debüt. Zuvor war der Neuzugang, der in der letzten Saison noch Kapitän beim Drittligisten TSV 1860 München war, in der Liga nicht über zwölf Einsatzminuten hinausgekommen, weil die zuverlässigen Innenverteidiger Daniel Heber (26) und Alexander Hahn (27) keinen Grund für einen Wechsel geliefert hatten. Nun durfte Weber neben seinen beiden Konkurrenten ran – und ließ ebenfalls nichts anbrennen.

„Felix hat das sehr ordentlich gelöst“, lobte der Trainer, zumal bereits zum neunten Mal in dieser Saison und zum vierten Mal in Folge hinten die Null stand. Überhaupt musste RWE-Torhüter Daniel Davari (32) in den letzten elf Partien nur zweimal hinter sich greifen und blieb in Homberg nahezu beschäftigungslos. Die Abwehrformation mit einer Dreierkette könnte auch in den nächsten Wochen und Monaten zumindest eine Option sein, zumal „jetzt die Jahreszeit mit schlechteren Platzverhältnissen kommt“, wie Neidhart anmerkte.


Seine Chance nutzte auch Angreifer Marcel Platzek (30), der über viele Jahre im Sturm der Rot-Weissen gesetzt war, inzwischen aber allenfalls als Back-up für den herausragenden Torjäger Simon Engelmann (31) gilt. Bemerkenswert: Erst zum zweiten Mal in dieser Saison (nach dem 3:2-Heimsieg gegen Rot Weiss Ahlen) durfte „Platzo“ von Beginn an neben Engelmann ran – und auch zum zweiten Mal trug er sich in die Torschützenliste ein. Sein Sturmpartner schnürte freilich einen Doppelpack und übernahm die alleinige Führung in der Torschützenliste. Die dritte Torjägerkrone in Serie scheint für Engelmann „reserviert“.

Wegen der deutlichen Überlegenheit seines Teams konnte sich Trainer Neidhart außerdem den „Luxus“ erlauben, zwischen der 60. und 70. Minute neben Platzek und Engelmann auch noch weitere Leistungsträger wie Kapitän Marco Kehl-Gomez (28) und Torschütze Sandro Plechaty (23) frühzeitig auszuwechseln, um für die weiteren Aufgaben während der englischen Woche Kräfte zu sparen. Bereits am Mittwoch, 19.30 Uhr, steht an der Hafenstraße das Traditionsderby gegen den Wuppertaler SV an.

Foto-Quellen: Rot-Weiss Essen (Foto oben), Marcel Rotzoll (Foto unten)

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