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Playoff-Spiele um Aufstieg: TSV Havelse auf Kurs Richtung 3. Liga

Später Freistoßtreffer beschert 1:0-Sieg beim 1. FC Schweinfurt 05.


Der TSV Havelse hat sich im Kampf um den erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga eine günstige Ausgangsposition verschafft. Der Vertreter der Regionalliga Nord gewann das Playoff-Hinspiel beim Regionalliga Bayern-Meister 1. FC Schweinfurt 05 dank eines Last-Minute-Treffers 1:0 (0:0).

Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit traf TSV-Kapitän Tobias Fölster (90.+5) mit einem Freistoß aus mehr als 25 Metern Entfernung. Die Entscheidung über den Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse fällt allerdings erst im Rückspiel am nächsten Samstag, 19. Juni (ab 13 Uhr, live im BR und bei MagentaSport), in Garbsen.

Vor 1000 Zuschauern, darunter auch DFB-Interimspräsident und BFV-Präsident Rainer Koch, hatte der TSV Havelse über weite Strecken der Partie die Mehrzahl an Möglichkeiten, konnte Schweinfurts Schlussmann Luis Zwick jedoch zunächst nicht überwinden. Die Gastgeber ließen lange Zeit die zuletzt oft gezeigte Durchschlagskraft in der Offensive vermissen. Erst in der Schlussphase erhöhten die „Schnüdel“ den Druck, blieben aber ohne zählbaren Erfolg. Ausgerechnet ein kapitaler Fehler von Zwick ermöglichte Havelse dann den entscheidenden Treffer.

Gespielt wird im Europokalmodus, also mit Auswärtstor-Regelung. Das heißt: Im Rückspiel vor eigenem Publikum würde dem TSV Havelse jeder Sieg und auch schon jedes Unentschieden reichen, um den Aufstieg in die 3. Liga bereits während der regulären Spielzeit perfekt zu machen. Der 1. FC Schweinfurt 05 muss in Garbsen unbedingt gewinnen und nach Möglichkeit zumindest zwei Treffer erzielen. Nur bei einem 1:0 für Schweinfurt ginge es in die Verlängerung und – wenn dort kein weiterer Treffer fallen sollte – ins Elfmeterschießen.

Schweinfurt-Torjäger Jabiri: „Es ist erst Halbzeit“

„Wir waren nicht mutig genug, haben unsere gewohnte Leistung nicht zu 100 Prozent auf den Platz gebracht“, räumte Schweinfurts Trainer Tobias Strobl ehrlich ein, gab sich aber kämpferisch: „Wir haben genug Selbstvertrauen, um auch in Havelse zu bestehen. Noch ist für uns alles drin.“

Davon ist auch sein Torjäger Adam Jabiri überzeugt: „Der TSV hat uns das Leben schwer gemacht, bei uns haben einige Prozentpunkte gefehlt. Es ist allerdings erst Halbzeit.“

Havelses Trainer Jan Zimmermann (Foto) kommentierte: „Wir haben mit viel Herz und Leidenschaft gespielt und nicht unverdient gewonnen. Für Schweinfurts Torhüter tut es mir leid, dass ihm in einem so wichtigen Spiel dieser späte Fehler passiert ist. Wir sind noch nicht am Ziel. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir im Rückspiel noch einen Tick besser spielen werden.“

TSV-Kapitän und -Torschütze Tobias Fölster sagte: „Ich hatte im Training noch Freistöße geübt. Umso schöner, dass es geklappt hat. Es war allerdings auch viel Glück dabei.“

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