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Galopp Iffezheim: Erfolgsduo Schiergen und Murzabayev trumpft auf

Noble Heidi und Tünnes melden sich nach Pausen mit Siegen zurück.
Zwei beeindruckende Comebacks, perfekt vorbereitet von Trainer Peter Schiergen (Köln) und bestens vorgetragen von Championjockey Bauyrzhan Murzabayev, faszinierten die Fans des Galopprennsports am dritten Tag der „Großen Woche“ auf der Rennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden. Noble Heidi und Torquator Tasso-Halbbruder Tünnes meldeten sich in grandioser Verfassung aus langen Pausen zurück.

Den Anfang machte Noble Heidi: Vor zwei Jahren war sie die Nummer eins unter den jungen deutschen Stuten dank ihres Erfolges im „Preis der Winterkönigin“ auf der Galopprennbahn in Iffezheim. Jetzt meldete sich die im Besitz von Manfred Schmelzer stehende vierjährige Intello-Tochter im „Coolmore Stud Baden-Baden Cup“ (25.000 Euro, 1.800 Meter) in toller Manier zurück.

Mit Bauyrzhan Murzabayev im Sattel spurtete die 50:10-Chance, die früher bei Henk Grewe beheimatet war, ehe sie in den Nachbarstall von Peter Schiergen wechselte, mit achteinhalb Längen in atemberaubender Weise auf und davon. Und das, obwohl sie ein Jahr nicht mehr am Start war.

„Das war eine sehr gute Vorstellung nach der langen Pause“, war auch Murzabayev beeindruckt. Und Trainer Peter Schiergen sagte: „Noble Heidi hatte eine Mini-Fissur, das Auskurieren hat lange gedauert. Wir hatten zwar mit einem guten Laufen gerechnet, aber nicht mit solch einem tollen Erfolg. Da sie die Inländer-Geltung in Frankreich besitzt, könnte sie nun dort weitermachen.“

Renz-Hoffnung Tünnes: Gekauft und umbenannt

Ähnlich wie Noble Heidi gestaltete auch Tünnes, der im Besitz des in Köln und Baden-Baden lebenden Krankentransport-Unternehmers Holger Renz stehende Halbbruder des am Sonntag im 152. Großen Preis von Baden startenden Titelverteidigers und Arc-Gewinners Torquator Tasso, seinen Wiederauftritt.

38.000 Euro hatte Renz bei der BBAG-Jährlingsauktion für den Hengst, der damals noch Tijuan Hilleshage hieß und aus der Zucht des Holländers Paul Vandeberg stammt, bezahlt, ehe er ihm später wie allen seinen Pferden einen „kölschen“ Namen gab. 2021 hatte Tünnes bereits das Ratibor-Rennen in Krefeld gewonnen, ehe eine Strecksehnenentzündung die Vorbereitung auf das Derby, für das er bei den Buchmachern favorisiert war, zunichte machte. Doch das Team Murzabayev/Schiergen gewann das „Blaue Band“ dann mit Sammarco, ebenfalls einem Starter im 152. Großen Preis von Baden.

Doch jetzt ist Tünnes wieder da, und wie! Beim ersten Start 2022 spazierte der 19:10-Favorit den Gegnern im „Preis der BBAG-Jährlingsauktion“ (52.000 Euro, 2.400 Meter) mit sechs Längen davon, wobei auch Lobelie (Trainer Waldemar Hickst/Köln: „Sie ist toll gelaufen und macht in Auktionsrennen weiter.“) und Niagaro (Trainerin Sarah Steinberg/München: „Ich bin mehr als zufrieden.“) auf Rang zwei und drei gefielen, aber nicht den Hauch einer Chance gegen Tünnes besaßen.

Bauyrzhan Murzabayev sagte: „Tünnes hatte sehr gut gearbeitet, ich war mir meiner Sache sehr sicher.“ Trainer Peter Schiergen fügte an: „Er hat viel Zeit benötigt nach seiner Verletzung. Das war schon sehr gut. Wir werden sicher wieder Grupperennen ansteuern, haben aber noch keinen genauen Plan.“

Fortgesetzt wird die „Große Woche“ am Samstag, 3. September, mit dem vierten Meetingstag. Höhepunkt der neun Rennen ist der „T. v. Zastrow Stutenpreis“ (70.000 Euro, 2.400 Meter). Der erste Start erfolgt um 13.40 Uhr.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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