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WSV-Sportdirektor Stephan Küsters: „Kein Schnellschuss“

Zahlreiche Bewerbungen nach Abschied von Trainer Björn Mehnert.
„Mein Telefon steht nicht mehr still“, sagt Stephan Küsters (Foto), Sportdirektor beim West-Regionalligisten Wuppertaler SV, im kicker– und MSPW-Gespräch. Interessenten für den vakanten Trainerjob beim ehemaligen Bundesligisten gibt es nach der recht überraschenden Trennung von Cheftrainer Björn Mehnert (46) jedenfalls genug. Erste Gespräche sollen in den kommenden Tagen geführt werden. „Die zahlreichen Bewerbungen zeigen uns, dass der WSV weiterhin eine sehr interessante Adresse ist“, so Küsters.

Bei der Trainersuche will sich der 50-Jährige aber Zeit lassen, auf gar keinen Fall einen „Schnellschuss“ unternehmen. Zumindest nicht ganz ausgeschlossen ist daher, dass die Interimstrainer Andy Steinmann und Samir El Hajjaj auch nach der Länderspielpause in der Partie beim Tabellenzweiten SV Rödinghausen (Samstag, 1. Oktober) erneut auf der WSV-Bank Platz nehmen könnten. Für Steinmann käme es dort zum Wiedersehen mit seinem früheren Verein. Schließlich war der gebürtige Hattinger beim SVR unter Mario Ermisch und später bei Alfred Nijhuis von 2011 bis 2018 lange Zeit als Co-Trainer tätig. Vor seinem Engagement in Wuppertal arbeitete Steinmann als Cheftrainer bei den Sportfreunden Lotte.

Argumente für eine mögliche weitere Zusammenarbeit mit den vorherigen Mehnert-Assistenten lieferte die Mannschaft, die nur einen Tag nach der Bekanntgabe des Trainerabschieds beim 5:1 gegen den SV Lippstadt 08 nicht nur den höchsten Saisonsieg landete, sondern auch wie entfesselt aufspielte. „Das Team hat sich so präsentiert, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Küsters nüchtern. „Gegen einen guten Gegner haben wir auch in dieser Höhe völlig verdient gewonnen. Wir freuen wir uns, dass der sportliche Turnaround gelungen ist.“ Innenverteidiger und Torschütze Lion Schweers betonte: „Wir haben alle miteinander alles reingeworfen und waren füreinander da. Wir sind ein Team. Ich denke, das hat man diesmal deutlich gesehen.“

Björn Mehnert, der in den kommenden Wochen und Monaten im Rahmen seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer und dem damit einhergehenden zweimonatigen Praktikum vor herausfordernden und zeitintensiven Aufgaben steht, hatte in den Tagen vor dem Lippstadt-Spiel das Gespräch mit den WSV-Verantwortlichen gesucht. „Björn hat den Verein im Dezember 2020 in einer schwierigen Phase übernommen, das Team stabilisiert, zum Niederrheinpokal-Sieg und in der Vorsaison auf Rang drei geführt“, erinnert Küsters. Klar ist aber auch, dass der Fehlstart in diese Spielzeit ebenfalls eine Rolle gespielt hat. „Wir alle hatten uns den bisherigen Saisonverlauf ein wenig anders vorgestellt. Auch Björn war natürlich nicht zufrieden“, sagt der Sportdirektor.

Umso mehr hofft Stephan Küsters jetzt auf weitere Erfolgserlebnisse. „Wir wollen in den nächsten Wochen eine Serie starten und dadurch Ruhe, Stabilität und Kontinuität hineinbekommen“, so der Sportchef. Für die nächste Partie beim SV Rödinghausen ist allerdings der Einsatz von Mittelfeld-Routinier Bastian Müller fraglich. Der 31-Jährige zog sich gegen Lippstadt eine muskuläre Verletzung im hinteren Oberschenkel zu und musste bereits in der Anfangsphase ausgewechselt werden.

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