Startseite / Pferderennsport / Galopp / Galopp Düsseldorf: Andrasch Starke triumphiert im Großen Preis

Galopp Düsseldorf: Andrasch Starke triumphiert im Großen Preis

Dreijähriger Schlenderhan-Wallach siegt als 65:10-Chance am Grafenberg.
Deutschlands ältestes Privatgestüt Schlenderhan (Bergheim) hat als Besitzer und Züchter des dreijährigen Wallachs Aemilianus am Sonntag auf der Galopprennbahn Grafenberg in Düsseldorf den mit 55.000 Euro dotierten 102. „Großen Preis der Landeshauptstadt“ gewonnen. Auf schwerem Geläuf fing der von Andrasch Starke (Foto/Köln) gerittene Holy Roman Emperor-Sohn als 65:10-Chance in einer schnell gelaufenen Prüfung die bereits in Front gezogenen Gegner noch ab.

Im Fahrwasser des Siegers kam die Französin Cantilena (Alexandre Roussel) mit einem Hals Abstand auf Platz zwei vor dem lange führenden Auenqueller Dapango (Thore Hammer-Hansen). Der finale Höhepunkt der Düsseldorfer Turfsaison führte die neun Starter über 1.700 Meter. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller überreichte als Schirmherr der Veranstaltung die Ehrenpreise.

Jockey Andrasch Starke änderte auf dem vom Regen durchweichten Geläuf seine Taktik und „versteckte“ Aemilianus zunächst im Feld. Auf der Zielgeraden schaltete der Wallach dann ein paar Gänge höher und überlief die Gegner. Lediglich Cantilena lief noch bis auf einen Hals an den Sieger heran. Trainiert wird Aemilianus von Markus Klug (Köln-Heumar).

Andrasch Starke resümierte: „Ich bin nicht überrascht. Mein Pferd hat Klasse bewiesen. Er musste einen Sprung bewältigen. Das hat er mit der veränderten Renntaktik, zweimal habe ich mit ihm von vorne gewonnen, heute bravourös bewiesen.“

„Schloss Roland Stutenpreis“ geht nach Frankreich

Everest Rose (36:10) heißt die Siegerin im mit 22.500 Euro dotierten „Schloss Roland Stutenpreis“, einer Prüfung über 1.400 Metern und gleichzeitig der zweite Höhepunkt des Tages. Henri-Alex Pantall trainiert die von Alexandre Roussel gerittene Dreijährige im westfranzösischen Beaupreau. Es war gleichzeitig der erste Deutschland-Sieg für den französischen Jockey.

Bei seinem überlegenen 3 1/2 Längen-Erfolg überzeugte Stall Nizzas zweijähriger Hengst Alpenjäger (22:10) unter Jockey-Azubi Leon Wolff (Krefeld) in der Eröffnungsprüfung und empfahl sich für bessere Aufgaben.

Einen sehenswerten Endkampf sahen die Besucher anschließend im „Rent4Rent-Cup“. Dabei blieb der führende Magritte Du Champ nicht gerade und geriet dem außen attackierenden Pädchen (31:10) in die Spur. Jockey Jiri Palik (Pulheim) konnte sich dabei nur mit Mühe im Sattel halten. Der Sieg am „grünen Tisch“ von Pädchen war gleichzeitig der zweite Tageserfolg für den Kölner Trainer Peter Schiergen.

Jung-Jockey Leon Wolff zweimal erfolgreich

Für eine Überraschung sorgte die Belgierin Anna van den Troost mit Shymay (134:10). Start-Ziel stiefelte die Fünfjährige aus dem Adelressort von Adel Massaad (Kevelaer) ihren Gegnern davon und sorgte für die höchste Quote des Tages. Besitzertrainer Manfred Türk hatte ebenfalls allen Grund zum Jubeln. Seine siebenjährige Stute Nablirka (111:10) kam ebenfalls unter Stefanie Koyuncu mit der Ausreisstaktik zum Außenseiter-Erfolg.

Die Düsseldorfer Trainerin Katja Gernreich blickt auf eine höchst erfolgreiche Saison zurück. Mit Sir Stanley (73:10) feierte die Grafenbergerin am Sonntag bereits ihren 14. Jahreserfolg. Das finale Rennen des Jahres ging mit Ballindinas (32:10) nach München in den Stall von Trainer John Hillis. Im Sattel bei seinem zweiten Tagestreffer war Leon Wolff im Einsatz.

Neue Saison 2023 wird am 26. März eröffnet

Andrea Höngesberg, Geschäftsführerin des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, zeigte sich sehr zufrieden mit einer abwechslungsreichen Galopprennsaison: „Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr bei unseren treuen Besuchern und freuen uns schon jetzt auf die Saisoneröffnung im März des nächsten Jahres.“

Die neue Galopprennsaison auf dem Düsseldorfer Grafenberg startet am Sonntag, 26. März 2023, mit dem Fortuna Düsseldorf-Renntag.

Das könnte Sie interessieren:

Galopp Köln: Stall Nizzas Nerium wechselt in die Zucht

Sieger im Kölner Carl Jaspers-Preis wird Deckhengst in Frankreich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.