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Borussia Mönchengladbach U 23: Polanski glaubt an Belohnung

„Fohlen“ haben schon seit fünf Pflichtspielen kein Tor mehr erzielt.
Der erhoffte Befreiungsschlag blieb erneut aus. Die U 23 von Borussia Mönchengladbach rangiert in der Regionalliga West nach der 0:1-Heimniederlage gegen den SV Rödinghausen weiterhin nur hauchdünn über dem Strich. Das einzig Erfreuliche aus Gladbacher Sicht: Die direkten Konkurrenten blieben ebenfalls ohne Punkte. Mit 19 Zählern aus 22 Spielen belegt das Team um Cheftrainer Eugen Polanski (Foto) dank der um vier Treffer besseren Tordifferenz weiterhin einen Nichtabstiegsplatz, hat aber gegenüber den punktgleichen Verfolgern FC Wegberg-Beeck und Rot Weiss Ahlen bereits zwei Spiele mehr absolviert.

Nach einem nervösen Start stabilisierten sich die jungen Borussen gegen Rödinghausen im weiteren Spielverlauf und schienen zumindest auf dem Weg zu einem Punktgewinn. „Alles deutete auf ein typisches 0:0-Spiel hin“, meinte auch Ex-Profi Polanski im kicker– und MSPW-Gespräch. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur ganz wenig zugelassen, geraten dann aber durch eine Standardsituation in Rückstand.“ Nach einem Eckball fiel das einzige Tor der Partie durch Leon Tia. „Uns fehlt ein wenig die Leichtigkeit, dennoch sind wir nicht komplett chancenlos. Momentan läuft einfach sehr viel gegen uns“, so der U 23-Trainer. Jüngstes Beispiel: Vor dem Duell mit dem SVR verletzte sich auch noch Stammtorhüter Maximilian Brüll beim Aufwärmen. U 19-Schlussmann Florian Dimmer musste einspringen, machte seine Sache beim Debüt aber gut.

Eugen Polanski, dessen Team seit fünf Pflichtspielen keinen Treffer mehr erzielten konnte und zuletzt im November gegen Rot Weiss Ahlen (3:1) erfolgreich war, versprüht trotz aller Sorgen Zuversicht. „Ich bin mir sicher, dass sich die Mannschaft bald für ihren Aufwand belohnen wird“, blickt der ehemalige polnische Nationalspieler vor dem rheinischen Derby bei der aktuell ebenfalls alles andere als formstarken U 21 des 1. FC Köln (Samstag, 14 Uhr) optimistisch nach vorne. „Wir benötigen in Köln längere Ballbesitzphasen, um gefährlich ins letzte Drittel vorstoßen zu können. Daran müssen wir im Training weiter hart arbeiten“, betont der Gladbacher Trainer. „Wir wissen, dass der Gegner momentan auch nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Wir tun aber gut daran, wenn wir auf uns schauen und zusehen, dass wir an unsere Leistungsgrenze kommen.“

Spätestens nach der Partie in der Domstadt stehen für die Gladbacher U 23 im März die „Wochen der Wahrheit“ auf dem Programm. „Wenn wir uns freischwimmen wollen, dann müssen wir in den folgenden Partien gegen den FC Wegberg-Beeck, beim SC Paderborn 07 II, gegen den SC Wiedenbrück und bei der SSVg Velbert konstant punkten“, rechnet Polanski vor, geht allerdings so oder so davon aus, dass „der Kampf um den Klassenverbleib bis zum letzten Spieltag dauern wird“.

Für die Borussia wäre ein möglicher Abstieg ein Novum, denn die „Fohlen“ gehören der Regionalliga West in ihrer aktuellen Form (seit der Saison 2011/2012) ununterbrochen an. Neben Rot-Weiß Oberhausen und der U 21 des 1. FC Köln sind die Gladbacher die einzigen „Dinos“ in der West-Staffel. Dass das auch trotz der angespannten Tabellensituation so bleiben wird, davon sind die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Roland Virkus überzeugt. Der Vertrag mit U 23-Trainer Polanski wurde daher schon im Januar um zwei Jahre (bis zum 30. Juni 2026) verlängert.

Foto-Quelle: Borussia Mönchengladbach

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