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B-Jugend: BVB-Nachwuchs erneut im Endspiel

Gegner ist am Sonntag Süd/Südwest-Meister VfB Stuttgart.

Die U 17 von Borussia Dortmund hat erneut das Endspiel um die Deutsche B-Junioren-Meisterschaft erreicht. Im Halbfinal-Rückspiel bei RB Leipzig setzte sich die Mannschaft von BVB-Trainer Hannes Wolf (Foto) 2:1 (0:1) durch. Das Hinspiel in Dortmund hatten die Schwarz-Gelben, die nun die Chance auf den zweiten Titelgewinn in Folge besitzen, 2:0 gewonnen.

Im Finale am kommenden Sonntag (ab 11 Uhr) treten die Dortmunder nun beim Südwest-Meister VfB Stuttgart an. Die Schwaben erkämpften in ihrem zweiten Halbfinalspiel ein 1:1 (0:1) bei Hannover 96. Das erste Duell vor eigenem Publikum hatte der VfB 2:0 für sich entschieden.

Im Endspiel hat der Rekordmeister aus Stuttgart die Chance, bei seiner insgesamt 14. Finalteilnahme zum achten Mal den Titel zu holen. Der VfB hat Heimrecht, empfängt den BVB aber nicht in Stuttgart, sondern in Großaspach.

BVB-„Joker“ Dario Scuderi mit Doppelpack

Vor 3012 Zuschauern in der Leipziger WM-Arena war West-Meister Dortmund durch einen Treffer von RB-Abwehrspieler Dominik Franke (4.) schon frühzeitig in Rückstand geraten. Doch der Ausgleich durch den eingewechselten Dario Scuderi (54.) stieß die Tür in Richtung Endspiel weit auf. In der Schlussphase gelang Scuderi (76.) noch der Siegtreffer. Das Duell zwischen dem BVB und Leipzig war die Neuauflage des Vorjahres-Endspiels (ebenfalls 2:1 für Dortmund).

Gegenüber dem Hinspiel hatten beide Trainer ihre Anfangsformation auf jeweils einer Position verändert. Bei RB ersetzte Simon Hillinger im Mittelfeld Moritz Kwarteng. Auf Dortmunder Seite rückte Kapitän und U 17-Nationalspieler Felix Passlack, der vor dem Hinspiel angeschlagen war, für Niklas Sewing in die Startelf.

Den besseren Auftakt in die entscheidende Halbfinal-Begegnung erwischten die Gastgeber. Schon nach vier Minuten nutzte Franke einen Fehler von BVB-Schlussmann Eike Bansen zur Führung aus. Die Dortmunder benötigten rund 20 Minuten, um ins Spiel zu kommen. Beinahe hätte Leipzig noch vor der Pause das 2:0 erzielt. Bei einem Freistoß durch RB-Kapitän Felix Beiersdorf (35.) entschied Schiedsrichter Henry Müller (Cottbus) jedoch auf ein Offensivfoul in der Mauer.

Leipzig legt erneut los wie die Feuerwehr

Die Mannschaft von RB-Trainer Robert Klauß legte auch zu Beginn der zweiten Hälfte los wie die Feuerwehr. Franke (43.) und Idrissa Touré (45.) sowie Beiersdorf (51.) mit einem weiteren Freistoß hatten gute Möglichkeiten.

Mitten in die Drangphase der „Roten Bullen“ fiel der Ausgleich. „Joker“ Scuderi schloss einen Konter zum 1:1 ab. Danach gab es hüben wie drüben weitere Möglichkeiten. Gleich mehrfach stand BVB-Schlussmann Bansen im Mittelpunkt. Als Leipzig alles auf eine Karte setzte, nutzte die Borussia die Räume zum entscheidenden Treffer durch den Doppeltorschützen Scuderi, der während der regulären Saison bei 20 Einsätzen keinen einzigen Treffer erzielt hatte.

„Eine sehr starke Leipziger Mannschaft hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Dass wir  nur 0:1 zurücklagen, war eher glücklich für uns“, räumte BVB-Trainer Hannes Wolf im Gespräch mit MSPW ehrlich ein: „Umso stolzer bin ich, dass wir den Weg mit dieser Mannschaft zu Ende gehen können.“

Hannover 96 mit erstem Ausrufezeichen

Beim Duell zwischen Hannover und Stuttgart hatten sowohl 96-Trainer Christoph Dabrowski als auch VfB-Trainer Domenico Tedesco ihre Startelf geändert. Neu bei den Gastgebern waren Jonas Morison und Moritz Riegel (für Patrice Epale Otto sowie Nikita Marusenko). Beim VfB ersetzte Azad Toptik seinen angeschlagenen Mannschaftskollegen Cedric Guarino (Sprunggelenkverletzung).

Im Wilhelm-Langrehr-Stadion im niedersächsischen Garbsen waren es – wie in Leipzig – ebenfalls die Gastgeber, die das erste Ausrufezeichen setzten. Einen Distanzschuss konnte VfB-Torwart Philipp Köhn (5.) noch parieren. Beim 0:1 aus Stuttgarter Sicht durch den starken Ilyas Bircan (9.) war er aber chancenlos. Auch danach mussten die Schwaben bange Momente überstehen. Köhn war stets auf dem Posten. Erst nach rund 20 Minuten gelang es den Süddeutschen, besser in die Begegnung zu kommen. Azad Toptik (25.) und Georgios Spanoudakis (29.) konnten ihre Chancen jedoch nicht nutzen.

VfB-Torhüter Köhn stark gefordert

Über mangelnde Beschäftigung konnte sich Philipp Köhn auch zu Beginn des zweiten Durchgangs vor 1402 Zuschauern nicht beklagen. Mit seinen Paraden verhinderte er mehrfach einen höheren Rückstand. Die von Ex-Profi Christoph Dabrowski trainierten Hannoveraner drückten, doch Stuttgart erzielte mit einem der wenigen Entlastungsangriffe das 1:1. Dylan Esmel (68.), in der regulären Saison siebenmal erfolgreich, markierte seinen ersten Treffer in der Endrunde.

Ein Finale um die nationale U 17-Krone zwischen einer Stuttgarter und einer Dortmunder Mannschaft gab es bisher übrigens schon zweimal. Im Jahr 1998 hatte der BVB (3:2 im Elfmeterschießen) das bessere Ende für sich. Eine Saison später nahm der VfB (3:1) erfolgreich Revanche.

Diesmal geht es im Endspiel auch darum, welche Bundesliga-Staffel in der kommenden Spielzeit zwei Teilnehmer an der Endrunde stellen darf. Nach dem Ausscheiden von RB Leipzig und Hannover 96 steht bereits fest, dass es die Staffel Nord/Nordost nicht sein wird. Nun fällt die Entscheidung zwischen Süd/Südwest (bei einem VfB-Triumph) und West (bei einer Titelverteidigung des BVB).

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