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MH: Kölns „Päädsmänner“ jubeln am Raffelberg

Galopp: Sworn Terz lässt Mülheimer „Armada“ keine Chance.

„Kölle alaaf“ auf der Galopprennbahn in Mülheim – und das Ende Mai vor 6.500 Zuschauern. Der „Stall Päädsmann“ (Pferdemänner), eine Besitzergemeinschaft um Jürgen Wolf, Günter Fuhrmeister und Trainer Markus Klug aus der rheinischen Millionen-Metropole, jubelte am Raffelberg über den Triumph ihres vierjährigen Hengstes Sworn Terz in dem mit 7.000 Euro dotierten „Prix Toulouse“ über die Marathon-Distanz von 2.900 Metern. Der von Mitbesitzer Klug vorbereitete 35:10-Favorit Sworn Terz wurde von Jockey Eugen Frank (Gütersloh) zum zweiten Sieg in Serie geritten. Zuvor war er schon in Mannheim über 2.500 Meter erfolgreich.

„Er besitzt sehr gute Steher-Qualitäten“, sagt Mitbesitzer Jürgen Wolf. „Zunächst hatten wir Sworn Terz über kürzere Distanzen eingesetzt. Dann hat der niederländische Spitzenjockey Adrie de Vries zu uns gesagt, dass er auch weitere Strecken in Angriff nehmen kann. Nach seinem Erfolg in Mannheim hat uns das auch Eugen Frank bestätigt. Gut, dass wir auf ihn gehört haben“, freute sich der Rheinländer nach der Siegerehrung (Foto).

Bei seinem Triumph am Mülheimer Raffelberg hatte Sworn Terz die von Dr. Andreas Bolte in Lengerich trainierte und von Fabian Xaver Weißmeier (Sonsbeck) gerittene Andromeda (87:10) mit einer Dreiviertel-Länge Abstand hinter sich gelassen. Die vierjährige Stute hatte das Renngeschehen lange Zeit bestimmt, wurde erst auf der Zielgeraden abgefangen. Rang drei ging an Vabinsaru (68:10) aus dem Trainingsquartier von Christian von der Recke (Weilerswist) unter dem Gütersloher Jockey Jozef Bojko.

Nicht auf das „Treppchen“ schafften es die vier Mülheimer Teilnehmer im neunköpfigen Feld. Bester Starter mit Heimvorteil war der von Bruce Hellier vorbereitete 122:10-Außenseiter Guardian Angel auf Rang vier. Trainerin und Besitzerin Julia Römich verzeichnete einen fünften Platz ihres Schützlings Balu (68:10), der damit immerhin noch das kleinste Platzgeld von 350 Euro mit in den Stall brachte, sowie Rang sieben für Landadel (50:10). Sarina (112:10), trainiert am Raffelberg von William Mongil, kam als Neunte und Letzte ins Ziel.

Hellier war mit der Premiere von Guardian Angel über die 2.900-Meter-Distanz nicht unzufrieden. „Er hat prima gekämpft, hatte immer Tuchfühlung zur Spitze“, sagte der in Mülheim ansässige Engländer. Für die beiden Schützlinge von Julia Römich war es der letzte Start vor einer Pause. „Beide Pferde hatten bereits die komplette Wintersaison bestritten und bekommen jetzt erst einmal eine Auszeit zur Erholung“, kündigte Römich an.

Der französische Ex-Jockey und jetzige Trainer Mongil konnte sich zumindest mit dem fast zeitgleichen Sieg seines siebenjährigen Hengstes Anakin Skywalker in einem 16.000-Euro-Rennen auf der Rennbahn im französischen Compiegne trösten.

Salonmare bei „Lernstart“ auf Anhieb erfolgreich

Erstes Rennen, erster Sieg: Besser hätte die Laufbahn für die von Peter Schiergen in Köln trainierte Salonmare nicht beginnen können. Am Raffelberg gewann die dreijährige Stute aus dem Besitz des Gestüts Wittekindshof (Rüthen) des Dortmunder Rennvereins-Ehrenvorsitzenden Hans-Hugo Miebach ein 2.300-Meter-Rennen um 6.000 Euro gegen fünf gleichaltrige Konkurrentinnen in souveräner Manier.

Erfolgstrainer Schiergen hatte einen „Lernstart“ für die Debütantin angekündigt, die unter Jockey André Best (Krefeld) dann aber offenbar schon ganz genau wusste, was sie zu tun hatte. Salonmare besitzt noch eine Nennung für das mit 500.000 Euro dotierte Deutsche Stuten-Derby („Preis der Diana“) am Sonntag, 7. August, auf der Rennbahn in Düsseldorf.

Gleiches gilt für die Debütantin Miss Reemeya, die für Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh) und Besitzer Jaber Abdullah (Dubai) in Mülheim auf Platz drei landete. Zwischen Salonmare und die „Miss“ schob sich noch Sternkrone, vorbereitet von Markus Klug.

Für Klubs zweiten Tagestreffer am Raffelberg sorgte schließlich in der letzten Tagesprüfung die sechsjährige Stute Cheruska als 22:10-Favoritin. Erneut war Eugen Frank der Siegjockey und damit auch der erfolgreichste Reiter des Tages.

In insgesamt acht Rennen flossen exakt 63.931 Euro durch die Totokassen. Davon wurden 39.675 Euro auf der Bahn selbst gewettet.

Nach zwei Rennveranstaltungen innerhalb von nur fünf Tagen legt der Mülheimer Galopprennverein jetzt eine gut siebenwöchige Pause ein. Wenige Tage nach dem Ende der Fußball-EM in Frankreich steigt am Samstag, 16. Juli, ab 12 Uhr das Saisonfinale auf der Familienrennbahn am Raffelberg.

 

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