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Galopp Iffezheim: Godolphin-Gala im Großen Preis von Baden

Mitfavorit Ghaiyyath gewinnt Start-Ziel mit 14 Längen Vorsprung.
Es war wohl die Gala-Vorstellung des Jahres auf einer deutschen Galopprennbahn: Der von Charles Appleby in Newmarket (England) für Dubai-Herrscher Scheich Mohammed (Stall Godolphin) trainierte vierjährige Mitfavorit Ghaiyyath (33:10) gewann vor 18.000 begeisterten Zuschauern am Sonntag den Saisonhöhepunkt auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden, den 147. Großen Preis von Baden (250.000 Euro, 2.400 Meter), mit 14 Längen Vorsprung Start-Ziel!

Die deutschen Dreijährigen Donjah (Klassestute mit Lukas Delozier) und Laccario (Derbysieger mit Eduardo Pedroza) belegten die Plätze zwei und drei, hatten wie die übrigen Kandidaten aber nicht den Hauch einer Chance gegen den vorne wie von einem anderen Stern agierenden Sieger. Im Frühjahr hatte Ghaiyyath den Prix d‘Harcourt in Paris-Longchamp imponierend für sich entschieden, aber danach als Dritter im Prix Ganay ein wenig enttäuscht. Doch auch eine Pause seit damals (Ende April) konnte ihn nicht stoppen. Der fünfte Triumph beim siebten Start, erstmals auf der 2.400 Meter-Strecke, war sicher erst der Auftakt zu einer ganz großen Kampagne. 150.000 Euro betrug die Siegbörse in Iffezheim. 345.854 Euro ist sein aktueller „Kontostand“.

Trainer Charles Appleby erklärte: „Ich bin sehr froh, dieses Pferd in meinem Stall zu haben. Wir haben immer geglaubt, dass er auf 2.400 Metern in seinem Element ist. Er hat eine sehr beeindruckende Leistung gezeigt. Das war die ideale Vorbereitung für den Arc. Aber Scheich Mohammed wird in der kommenden Woche eine Entscheidung treffen, was das nächste Ziel sein wird.“

Jockey William Buick erklärte in einem ersten Statement: „Dieses Pferd ist außergewöhnlich und ein echtes Monster. Er hatte im Frühjahr in Frankreich in großer Manier gewonnen und danach im Prix Ganay enttäuscht. Er hat heute die hohe Meinung bestätigt, die wir immer von ihm hatten.“

Stute Donjah glänzende Zweite vor Laccario

Bestes deutsches Pferd war die stark nachsetzende Stute Donjah als Zweite, die hinter dem meilenweit enteilten Sieger eine glänzende Figur abgab. Trainer Henk Grewe (Köln) betonte: „Sie war das beste deutsche Pferd im Rennen – darüber sind wir sehr glücklich. Wir hatten immer Mumm auf die Stute. Vielleicht gehen wir nun in den Großen Preis von Bayern nach München.“ Reiter Lukas Delozier: „Donjah ist ein erstklassiges Pferd. Sie hat großartig gekämpft. Ich bin hochzufrieden.“

Racing Manager Holger Faust: „Donhah hat gezeigt, dass sie das beste Pferd in Deutschland ist. Wir hatten in diesem Jahr bisher nur Pech mit ihr. Nie hat die Vorbereitung geklappt. Im Preis der Diana wurde sie durch das reiterlose Pferd behindert, und dort war sie Jahresdebütantin. Wir sind total happy und genießen jetzt erst einmal diese Vorstellung.“

Laccario konnte von dritter Stelle nicht zulegen, der Derby-Held wirkte diesmal nicht richtig zwingend. „Es war soweit alles okay. Am Ende wurde er aber sehr müde. Der Sieger war nicht zu schlagen“, so sein Jockey Eduardo Pedroza. Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh), dessen andere Hoffnung Ashrun früh Notsignale sendete: „Wir hatten Laccario bewusst eine Pause seit dem Derby gegeben, da er ein strammes Programm im Frühjahr hatte. Er brauchte das Rennen heute und hat sich als Dritter gut verkauft. Mit Ashrun hat irgendetwas nicht gestimmt. Er war aus der Maschine heraus geschlagen.“

Colomano schob sich noch auf Platz vier vor Accon, der aus guter Position nicht weiterzog, und Akribie. Trainer Markus Klug (Köln-Heumar): „Meine Pferde waren Vierter bis Sechster und haben alle solide Leistungen gezeigt. Für Colomano war das hohe Tempo sehr günstig. Für ihn könnte der Preis von Europa ein Ziel sein.“

Amiro war als Siebter nie ein Faktor, hinter Ashrun folgte der Engländer Communique, der keinen guten Start hatte und nie von hinten wegkam.

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