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Rödinghausens Nikola Serra: Abwehr oder Angriff?

Wegen zahlreicher Ausfälle ist beim Spitzenreiter Flexibilität gefragt.
Der eigentlich üppig ausgestattete Kader von Regionalliga West-Tabellenführer SV Rödinghausen wurde in den letzten Wochen arg dezimiert. Zu den Langzeitverletzten Laurin von Piechowski (Patellasehne), Nico Knystock (Schambeinentzündung) und Kevin Harder (Kreuzbandriss), die noch ohne Punktspiel-Einsatz sind, gesellten sich nach und nach die Offensivspieler Christian Derflinger (Leiste) und Linus Meyer (Sprunggelenk), ehe es zuletzt mit Innenverteidiger Julian Wolff (Bandscheibenvorfall) und Mittelfeldspieler Franz Pfanne (Schultereckgelenk-Sprengung) zwei weitere Leistungsträger erwischte. Wann sie wieder zur Verfügung stehen, ist noch völlig unklar.

War der plötzliche Wechsel von Abwehrspieler Azur Velagic zum ambitionierten Bayern-Regionalligisten Türkgücü München kurz vor dem Ablauf der Wechselperiode noch durch die Verpflichtung von Fynn Arkenberg (zuvor Hallescher FC) aufgefangen worden, denkt SVR-Trainer Enrico Maaßen trotz des erheblichen Qualitätsverlustes nicht über weitere Transfers nach. „Ich bin kein Freund von nachträglichen Neuverpflichtungen, auch wenn aktuell unser Aderlass zweifellos groß ist“, so der angehende Fußball-Lehrer, der in den nächsten zwei Wochen erneut ein Praktikum beim Zweitligisten VfL Osnabrück absolvieren wird: „Wir vertrauen unserem Kader. Viele Jungs sind heiß darauf, in die Bresche zu springen.“

Sehr gelegen kommt Maaßen bei der aktuellen Personallage, dass er auf einige flexible Spieler zurückgreifen kann. Ein Musterbeispiel dafür ist Nikola Serra (24/Foto), der – genau wie sein jüngerer Bruder Janni (21/Holstein Kiel) – sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eingesetzt werden kann. Auch im Mittelfeld war Allrounder Nikola Serra, mit dem Maaßen schon bei seinem vorherigen Klub SV Drochtersen/Assel zusammengearbeitet hatte, bereits im Einsatz, löst seine Aufgaben stets zuverlässig.

Wo Serra am Samstag im Topspiel bei der U 23 von Borussia Dortmund auflaufen wird, ließ der SVR-Trainer noch offen. Er erwartet gegen den BVB eine schwierige Aufgabe. „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Dortmunder im Kommen sind“, sagt Maaßen: „Aber auch wir haben trotz der Ausfälle immer noch ein starkes Team.“

Foto-Quelle: SV Rödinghausen

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