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Galopp: Dachverband legt Jahresbericht für Saison 2019 vor

Anzahl der Rennen rückläufig – Prämien und Umsätze pro Rennen gestiegen.
Der Dachverband des deutschen Galopprennsports („Deutscher Galopp“) hat seinen Jahresbericht für 2019 veröffentlicht. Demnach wurden in der abgelaufenen Saison insgesamt 1.144 Rennen an 146 Renntagen von 31 Rennveranstaltern ausgetragen. Damit reduzierte sich die Zahl der Rennen im Vergleich zum Vorjahr zwar, doch blieb die Anzahl der gelaufenen Pferde insgesamt stabil (2.121 im Jahr 2019, 2.133 im Jahr 2018). Mit rund 13,6 Millionen Euro konnte das Rennpreis-Niveau im Verhältnis zu den durchgeführten Rennen nicht nur gehalten, sondern die Rennpreise pro Rennen im Schnitt auf 11.868 Euro (2018: 11.634 Euro) gesteigert werden.

Besonders der Blick auf die Wettschalter stimmt für die Saison 2019 positiv. Der Gesamtwettumsatz in Höhe von 26.700.484 Euro bedeutete erstmals seit vielen Jahren ein Plus (2018 waren 25.405.249 Euro durch die Toto-Kassen geflossen). Der Umsatz pro Rennen ging signifikant in die Höhe: Von 21.677 Euro im Jahr 2018 auf 23.340 Euro. Diese Trendumkehr zeige, dass die Maßnahme seit Saisonbeginn, die Abzüge auf Sieg- und Platzwetten deutlich zu senken und damit die Quoten zu verbessern, den gewünschten Effekt bewirkt habe.

Die Zahlen aus 2019 zeigen, dass der Anstieg der Rennpferde-Einfuhren besonders signifikant war. Mit 543 Einfuhren kamen im Vergleich zum Vorjahr 80 Pferde mehr nach Deutschland und insgesamt mehr als in den vorherigen acht Jahren. Gleichzeitig sank die Zahl der Ausfuhren auf ein Rekordtief. Es zeichnete sich daberi eine Trendumkehr ab, die der deutsche Markt dringend nötig hatte. Hervorzuheben sei die Einfuhr der Jährlinge, die mit 117 ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre lag.

In den letzten Jahren war das Interesse an den deutschen Spitzenpferden so hoch, dass immer mehr Vollblüter nach Australien, Hong Kong, Dubai oder ins europäische Ausland verkauft wurden. Ein Trend der sich in der Saison 2019 auf den hiesigen Rennbahnen bemerkbar machte. Gleich fünf deutsche Rennen der höchsten Kategorie („Gruppe I“) und beinahe die Hälfte aller weiteren Gruppe-Prüfungen gingen 2019 ins Ausland.

Besondere Aufmerksamkeit in Deutschland zog der von Andreas Wöhler (Gütersloh) trainierte Derbysieger Laccario (Foto) aus dem Besitz des Gestüts Ittlingen (Werne) von Manfred Ostermann auf sich. Außerdem Diamanta, die Siegerin im Henkel-Preis der Diana, gezogen und im Besitz des Gestütes Brümmerhof (Soltau) von Julia und Gregor Baum, betreut von Ex-Champion Markus Klug (Köln-Heumar). Auch der Zweijährigen-Jahrgang war mit zwei deutschen Areion-Söhnen außergewöhnlich: Alson und Rubaiyat. Mit einem Preisgeld von 289.010 Euro verdiente der Schlenderhaner Alson so viel Geld wie noch kein in Deutschland trainiertes zweijähriges Pferd vor ihm. Der im Stall von Championtrainer Henk Grewe (Köln) stehende Rubaiyat stand ihm mit 245.000 Euro nur wenig nach und wurde zuletzt auch zum „Galopper des Jahres“ gewählt (MSPW berichtete).

Abschließend erwähnt der Dachverband die „hohe Qualität der deutschen Rennveranstaltungen“. Besonders zwei Rennen standen im Jahr 2019 für sich: Der Große Preis von Berlin auf der Bahn in Hoppegarten war nach dem Rating insgesamt das beste deutsche Galopprennen 2019 – er findet sich auf Rang 89 der internationalen Rangliste wieder. Auch der Große Preis von Baden in Iffezheim fand einen Platz (96) in der erlesenen Liste der „Top 100“ auf dem Galopper-Globus.

Foto-Quelle: Kölner Renn-Verein/Klaus-Jörg Tuchel

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