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Galopp Iffezheim: Scheich Mohammed freut sich über Doppelsieg

Dark Vision und Half Light landen vor Deutschlands „Galopper des Jahres“.
Klasse-Meiler gaben sich am Freitag, dem dritten Tag der „Großen Woche“, auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden die Ehre. Einen totalen Erfolg des Stalles Godolphin von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed gab es im 87. „Kronimus Oettingen-Rennen“ (35.000 Euro, 1.600 Meter), dem Top-Ereignis der zehn Leistungsprüfungen. Denn die beiden Erstplatzierten Dark Vision (auf dem Foto ganz rechts) und Half Light trugen die Farben der weltweit agierenden „blauen Erfolgsflotte“.

Lange Zeit sprach vieles für einen Erfolg der Favoritin Half Light aus Frankreich, die sich an dem groß kämpfenden Rubaiyat („Galopper des Jahres 2019“ in Deutschland) und Runnymede an der Außenseite vorbeigekämpft hatte. Doch dann passierte etwas, das man kaum noch für möglich gehalten hatte. Vom letzten Platz im achtköpfigen Feld (Ninario war zum Nichtstarter erklärt worden) stürmte der vierjährige Dark Vision (42:10) noch mit dem knappsten möglichen Vorsprung, einer Nase, an der Stute vorbei. Jockey-Altmeister Francis Norton (50), der hier 2007 mit Banknote die Badener Meile gewonnen hatte, holte mit dem von Mark Johnston, dem Trainer mit den meisten Siegen in England, vorbereiteten Dream Ahead-Sohn tatsächlich noch die Siegbörse von 20.000 Euro auf die Insel.

Der sechste Erfolg beim 21. Start von Dark Vision, der unter anderem in Ascot ein großes Handicap für sich entschieden hatte, sorgte dafür, dass er seine Gewinnsumme auf stolze 269.591 Euro steigerte. „William Buick hat mir wichtige Informationen über das Pferd gegeben. Ich sollte Dark Vision in Ruhe lassen. Zum Schluss hat er super angezogen und auf den letzten 150 Metern mächtigen Speed entwickelt“, berichtete Francis Norton.

Half Light ging als Zweite nicht schlechter als der Sieger und hatte eigentlich überall gewonnen, nur nicht im Ziel. „Ich habe mit ihr lange gewartet, am Ende haben nur wenige Meter zum Sieg gefehlt“, bedauerte ihr Jockey Soufiane Saadi. Rubaiyat aus dem Besitz von Dr. Stefan Oschmann (Darius Racing/Darmstadt) mischte als Dritter nach der Pause groß mit. „Ich bin sehr happy und denke, dass das seine beste Form bisher überhaupt war“, sagte Racing Manager Holger Faust.

Runnymede schien lange mehr als Platz vier erreichen zu können, aber er war ebenfalls dichtauf. „Er hat sogar um den Sieg mitgekämpft. Wir sind sehr happy. Vielleicht versuchen wir es am nächsten Sonntag in einem hochdotierten Rennen in Italien direkt wieder“, ließ Racing Manager Harald Schneider vom Stall Salzburg durchblicken. No Limit Credit folgte als Fünfte schon mit Abstand, der stark beachtete Thorin fand nie in die Entscheidung. Die anfangs tonangebenden Sanora und Los Campanos fielen aus der Partie.

Yasmin Almenräders Sweet Author ohne Probleme

Auch eine Pause seit Juni hinderte den Dreijährigen Sweet Author (47:10) aus dem Mülheimer Stall von Yasmin Almenräder nicht am ersten Karrieretreffer in der einleitenden 2.400 Meter-Prüfung. Locker hatte der Authorized-Sohn unter Adrie de Vries den lange dagegenhaltenden Novizen Sword Lord und den Favoriten Lascalo, einen rechten Bruder von 2019er-Derbysieger Laccario, im Griff. „Er wurde immer wieder zurückgeworfen und hatte viel Pech“, erklärte Yasmin Almenräder über den Sieger, einen 70.000 Euro-BBAG-Kauf, der für verschiedene Auktionsrennen startberechtigt ist.

Bis zum zweiten Rennen am dritten Meetingstag musste Championjockey Bauyrzhan Murzabayev (Gütersloh) auf seinen ersten Erfolg bei der „Großen Woche“ warten, doch mit der 20:10-Favoritin Luella aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel (Hannover) ließ er Byteria und Auenzenzi in einer 1.600 Meter-Prüfung klar hinter sich. Später landeten Gröschel und Murzabayev als Gespann noch einen weiteren Volltreffer.

Vier Pferde hatte Trainer Frank Fuhrmann (Möser bei Magdeburg) in einem Lauf zur „Sport-Welt Amateur-Trophy“ (1.400 Meter) aufgeboten. Mit dem bei einer sehr günstigen Marke stehenden Rateel stellte er auch den Sieger. Janina Boysen, die in vier Tagen ihren 33. Geburtstag feiert, rettete mit der 82:10-Chance einen minimalen Vorsprung auf die Riesenaußenseiterin Think Twice sowie Stanley Daley und Ice Club. Die beiden Erstplatzierten kamen aus Magdeburg.

In zehn Rennen wurden insgesamt 354.169 Euro umgesetzt, 34.170 Euro davon auf der Bahn. Beide Viererwetten wurden nicht getroffen. Somit steht ein Jackpot in Höhe von insgesamt 19.610 Euro im „Sales & Racing Festival“ im Oktober zur Verfügung und ein Jackpot in der Dreierwette von 4.889 Euro.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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