Startseite / Pferderennsport / Galopp / Galopp Dortmund: Klein und Scardino schnüren Doppelpack

Galopp Dortmund: Klein und Scardino schnüren Doppelpack

Mannheimer Duo erfolgreich – Alle Jockeys negativ auf Covid19 getestet.
Die sechsjährige Stute Thunder Light (Foto) hat am Sonntag auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel das sportliche Hauptereignis, eine mit 5.000 Euro dotierte Prüfung, für sich entschieden. Insgesamt standen sechs stark besetzte Handicap-Leistungsprüfungen auf dem Programm. Der Sandbahn-Renntag fand wegen der Corona-Pandemie unter strengen Hygieneregeln und ohne Zuschauer statt.

Der Dortmunder Rennverein führte am Sonntag vor der Veranstaltung Covid19-Schnelltests bei allen männlichen Reitern durch, nachdem bekannt geworden war, dass Jockey Michael Cadeddu in häusliche Quarantäne muss, weil seine Frau positiv getestet wurde. „Wir haben davon leider nur zufällig erfahren“, sagte der Präsident des Dortmunder Rennvereins, Andreas Tiedtke. „Wir mussten reagieren und haben, um auf Nummer sicher zu gehen, alle männlichen Reiter, die in Mülheim vor einer Woche mit Cadeddu aktiv waren, testen lassen.“ Entsprechende Testkits hatte der Rennverein vorrätig und er konnte auch kurzfristig Personal für die Tests zur Verfügung stellen. „Alle Ergebnisse waren negativ“, so Tiedtke.

Jockey Tommaso Scardino siegt mit „Lieblingspferd“

Die Renntitel waren zum Teil berühmten Opernsängerinnen gewidmet. So siegte die von Marco Klein (auf dem Foto links) in Mannheim vorbereite Thunder Light im „Tatiana Troyanos-Rennen“, benannt nach der 1993 verstorbenen US-amerikanischen Mezzosopran-Sängerin. Thunder Light im Besitz des Stalls Perfect Smile gewann leicht mit eineinhalb Längen vor dem Dortmunder Bahnspezialisten Town Charter. Dritter wurde No Waltz.

Im Sattel der 34:10-Favoritin saß Tommaso Scardino (rechts), der Stalljockey von Klein, der insgesamt vier der 13 Starter stellte und sich mit Kitaneso auch noch das vierte Platz holte. „Auf Sand ist sie schwer zu schlagen“, sagte Scardino. „Sie ist mein Lieblingspferd.“ Es war bereits der vierte Erfolg für Thunder Light in diesem Jahr.

Das Team Klein/Scardino schlug auch im „Elisabeth Schwarzkopf-Rennen“ über 2.500 Meter zu und gewann mit dem vierjährigen Bergadler (32:10) überlegen vor Always Music. Es war beim 21. Start der erste Erfolg für Bergadler. „Er ist ein Galoppierer, der immer weitermarschiert“, lobte Scardino den Hengst im Besitz von Maren Mai.

Sandbahn-Comeback für „Altmeister“ William Mongil

Ein erfolgreiches Comeback auf der Sandbahn gab der inzwischen 51-jährige Franzose William Mongil, der schon mehr als 1.600 Siege als Jockey gelandet hatte, dann Trainer wurde und nun wieder reitet. In Wambel war er letztmals vor 14 Jahren aktiv. Am Sonntag siegte er nun zum Auftakt des Renntagsüber 1.950 Meter mit Near Dam (29:10) für den Dortmunder Ehrenpräsidenten Hans-Hugo Miesbach (Gestüt Wittekindshof/Rüthen). „Willam hat ihr vorne alles gut eingeteilt“, lobte Siegtrainer Peter Schiergen aus Köln. „Wir sind froh, dass sie jetzt ihren ersten Sieg geschafft hat, das war das Ziel für ihre weitere Laufbahn als Zuchtstute.“

Der irische Nachwuchsreiter Sean Byrne landete mit dem vierjährigen Latino (39:10) für den Düsseldorfer Trainer Ralf Rohne einen Sieg in einer Sprinterprüfung über 1.200 Meter. Mit viel Speed holte sich der von Elfi Schnakenberg (Blender) vorbereitete sechsjährige Zenith in einem weiteren Rennen über 1.950 Meter seinen fünften Erfolg in diesem Jahr. Mirko Sanna steuerte den 17:10-Favoriten zum Erfolg. Im „Preis der Viererwette“, ebenfalls über 1.950 Meter, gab es ein knappes Ende. Es siegte der von Elisabeth Storp in Beelen trainierte Second Sight (163:10) vor Why’s Wyoming. Deutlich dahinter komplettierten Anna Adventure und Power Bullet die Viererwette, die 132.387:10 bezahlte. Siegreiter Miguel Lopez (Düsseldorf) war kurzfristig für Michael Cadeddu eingesprungen.

Der nächste Renntag in Dortmund findet bereits am kommenden Sonntag, 20. Dezember, statt.

Foto-Quelle: Marc Rühl/DRV

Das könnte Sie interessieren:

Galopp Frankreich: Tirano lässt Düsseldorfer Guido Schmitt jubeln

19:10-Favorit aus dem Hickst-Quartier siegt in Le Croisé-Laroche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.