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Chemnitzer FC: Tiefe Trauer um Erfolgstrainer Gerd Schädlich

FSV Zwickau und FC Erzgebirge Aue sogar in die 2. Bundesliga geführt.
Nordost-Regionalligist Chemnitzer FC und der gesamte Fußball-Osten hat eine seiner prägendsten und sympathischsten Persönlichkeiten verloren. Gerd Schädlich (Foto), ehemaliger Spieler des FC Karl-Marx-Stadt und Erfolgstrainer des Chemnitzer FC, ist im Alter von 69 Jahren verstorben.

„Es ist unfassbar traurig und so schwer, Worte zu finden oder die Tragweite für uns zu erfassen“, würdigte Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC, den Fußball-Lahrer. „Gerd Schädlich war eine Konstante, ein Mensch und Arbeiter, der still und immer ohne Aufsehen um seine Person für den Verein da war und dessen Erfolg über alles stellte. Mit seiner ruhigen und fast schon väterlichen Ausstrahlung fühlte man sich in seiner Gegenwart stets wertgeschätzt, geachtet und unterstützt. Wir haben einen ganz großen Fußballer, Menschen und Freund verloren. Der Chemnitzer FC ist in tiefer Trauer.“

Gerd Schädlich begann seine fußballerische Laufbahn im Jahr 1960 bei der TSG Rodewisch. 1968 wechselte Schädlich zum FC Karl-Marx-Stadt (so hieß Chemnitz zu DDR-Zeiten). Ab der Saison 1971/1972 gehörte er dem Kader der zweiten Mannschaft des FCK an, mit der im Sommer 1972 den Aufstieg von der Bezirksliga in die zweithöchste Spielklasse, die DDR-Liga schaffte. Am 18. März 1972 feierte Schädlich beim 0:2 gegen den BFC Dynamo sein Debüt in der DDR-Oberliga.

Für den FC Karl-Marx-Stadt absolvierte Schädlich zwischen 1972 und 1976 insgesamt 32 Pflichtspiele. Seine letzte Partie bestritt er am 19. Juni 1976 beim 4:4-Unentschieden gegen die BSG Stahl Riesa, ehe ihn eine langwierige Verletzung dazu zwang, seine aktive Laufbahn bereits im Alter von 25 Jahren vorzeitig zu beenden.

Anschließend arbeitete Schädlich zunächst als Diplom-Sportlehrer an einer kommunalen Berufsschule in Karl-Marx-Stadt und später als DTSB-Trainer. In der Saison 1985/1986 kehrte Schädlich zurück zum FCK, für den er die Reservemannschaft in der drittklassigen Bezirksliga für ein Jahr betreute. Nach weiteren Trainerstationen bei Aktivist Schwarze Pumpe (1986/1987), BSG Aufbau dkk Krumhermersdorf (1987bis 1990), FC Stahl Riesa (1990/1991), FSV Zwickau (1991 bis 1996/unter anderem Aufstieg in die 2. Bundesliga), FC Sachsen Leipzig (1997/1998), FSV Hoyerswerda (1998/1999) und FC Erzgebirge Aue (1999 bis 2007/ebenfalls Aufstieg in die 2. Bundesliga) übernahm Schädlich ab der Saison 2008/2009 den Trainerposten bei „seinem“ Chemnitzer FC.

Nach einer fulminanten Saison und einem 1:0-Heimsieg gegen RB Leipzig am 33. Spieltag der Saison 2010/2011 sicherte er sich mit dem CFC vorzeitig den Meistertitel in der damaligen Regionalliga Nord und stieg dadurch in die 3. Liga auf. Nach einer durchwachsenen Hinrunde konnte sich der Verein im Laufe der Rückrunde – dank einer Serie von 16 Spielen ohne Niederlage – zwischenzeitlich bis auf den Relegationsplatz drei vorarbeiten. Am Ende schloss die Mannschaft um Gerd Schädlich die Saison als bester Aufsteiger auf Platz neun ab. Im Oktober 2013 trat Schädlich nach einer 0:4-Niederlage gegen Preußen Münster auf eigenen Wunsch zurück und beendete seine Trainerkarriere. Später war er noch als Scout für den Drittligisten Hallescher FC tätig.

Foto-Quelle: Chemnitzer FC

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