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Ex-Nationalspieler Mario Basler in der 8. Liga: „Aufstieg nachholen“

„Super-Mario“ ist Trainer beim SC Türkgücü Osnabrück.
Seit einer verlorenen Wette ist Ex-Nationalspieler Mario Basler (53) zurück im Fußballgeschäft. Für den Europameister von 1996 ist sein zunächst unerwartetes Engagement beim SC Türkgücü Osnabrück in der Kreisliga aber längst mehr als ein Kurzintermezzo. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht „Super-Mario“ über den angestrebten Aufstieg aus der 8. Liga und die Rückkehr zu den Wurzeln im Amateurfußball.

FUSSBALL.DE: Nach der Vizemeisterschaft mit dem Kreisligisten SC Türkgücü Osnabrück haben Sie Ihren Trainervertrag um eine weitere Spielzeit verlängert. Warum machen Sie weiter, Herr Basler?

Mario Basler: Eines vorab: Es gibt keinen Vertrag, sondern ich arbeite unentgeltlich für SC Türkgücü Osnabrück. Die Arbeit mit der Mannschaft hat mir in den vergangenen drei Monaten sehr viel Spaß gemacht. Außerdem habe ich zu den Jungs ein gutes Verhältnis aufgebaut. Der Hauptgrund ist aber der knapp verpasste Aufstieg, den wir möglichst in der neuen Spielzeit nachholen wollen. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, dem Verein und den Jungs bei der Verwirklichung Ihrer Ziele weiterhin zu helfen.

Sie waren über viele Jahre auf der größtmöglichen Fußballbühne aktiv. Was fasziniert Sie am Amateurfußball?

Basler: Es ist ein wenig so, als würde ich nach Hause kommen. Ich habe zu Beginn meiner Laufbahn die Jugendmannschaften beim VfL Neustadt an der Weinstraße durchlaufen. In den unteren Klassen wird noch ehrlicher Fußball gespielt. Es kann vorkommen, dass Spieler nach einer langen, durchzechten Nacht zum Treffpunkt erscheinen und dennoch sehr gute Leistungen bringen. Eine halbe Stunde vor dem Spiel rauchen die Jungs ihre Zigarette und trinken nach der Partie ihr Bierchen. Das kennen wir alle und so sieht die Wirklichkeit im Amateursport aus. Die Jungs spielen am liebsten samstags, weil sie danach frei haben und die dritte Halbzeit richtig feiern können. (lacht)

Nach einer verlorenen Wette mit dem 1. Vorsitzenden Caner Cifici hatten Sie ihren Trainerjob beim SC Türkgücü Osnabrück ursprünglich angetreten. Mit welchen Zielen gehen Sie in die neue Spielzeit?

Basler: Wir wollen mit SC Türkgücü aufsteigen, haben uns für die kommende Saison entsprechend verstärkt. Der Verein hat einen tollen Vorstand, alle im Verein wollen anpacken und etwas bewegen. Darüber hinaus ist mir die Mannschaft auch ein wenig ans Herz gewachsen. Wann immer ich zeitlich kann, werde ich das Team betreuen. Sollte ich terminlich verhindert sein, werde ich von einem erfahrenen Coach vertreten, der den Verein gut kennt und bereits Trainererfahrung besitzt.

Gehen Sie in den Trainingseinheiten vorneweg und kicken Sie noch gerne mit?

Basler: Um ganz ehrlich zu sein: Ich bin in meiner Karriere nie vorneweg gelaufen, das wird sich auch mit 53 Jahren nicht mehr ändern. (lacht) Aber im Ernst: Die Zeiten sind vorbei. Das Läuferische überlasse ich den Jungs. Bei der Arbeit mit dem Ball kann ich den Spielern aber durchaus noch etwas vormachen.

Ihre Spezialität waren ruhende Bälle. Ist Ihr Team auch bei Standardsituationen gefährlich?

Basler: Bei Standards sind wir sehr gut aufgestellt, haben einen Spieler, der alle Freistöße schießt, die Bälle gut vor das Tor bringt und den einen oder anderen ruhenden Ball auch schon versenkt hat. Das macht er wirklich gut. Ich muss es ja wissen. (lacht)

Das komplette Interview mit Mario Basler ist auf FUSSBALL.DE zu finden.

Foto-Quelle: SC Türkgücü Osnabrück

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