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3:4! SV Straelens großer Kampf bei Debüt von Sunday Oliseh

West-Regionalligist scheitert erst kurz vor dem Schlusspfiff.
Was für ein Pokalkrimi! Hauchdünn schrammte der SV Straelen aus der Regionalliga West in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals an einer Überraschung vorbei. Zum Pflichtspieldebüt ihres neuen Trainers, Ex-Bundesligaprofis und Olympiasiegers Sunday Oliseh lieferten die Grenzländer dem FC St. Pauli aus der 2. Bundesliga beim 3:4 (2:2) vor 5.874 Zuschauer*innen in Duisburg einen großen Kampf und kassierten erst unmittelbar vor dem Schlusspfiff trotz Überzahl den entscheidenden Gegentreffer.

Nachdem die Gäste aus Hamburg in der Anfangsphase einige gute Tormöglichkeiten ausgelassen hatten, setzte der Viertligist das erste Ausrufezeichen. Offensivspieler Jaron Vicario (19.), der vom zypriotischen Erstligisten Enosis Neon Paralimniou an den Niederrhein gewechselt war, traf nach Vorarbeit von Said Harouz (zuvor SC Wiedenbrück) zum 1:0. Es war der erste Treffer eines Amateurvereins überhaupt in der laufenden Pokalrunde.

Aber auch sonst harmonierte das mit insgesamt 22 Zugängen nahezu komplett umformierte Team des SVS schon sehr gut und ließ sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen. Eric Smith (26.) per Freistoß und Jakov Medic (40.) mit einem Kopfball wendeten zwar für St. Pauli das Blatt. Kurz vor der Pause war jedoch der von Willem II Tilburg nach Straelen gewechselte Niederländer Amoros Nshimirimana (42.) mit dem 2:2 zur Stelle.

Auch das 3:2 für die Hamburger durch den nur eine Minute zuvor eingewechselten David Otto (62.) brachte nicht die Entscheidung, weil St. Paulis Kapitän Leart Paqarada später nur den Pfosten traf (74.) und sein Teamkollege Manolis Saliakas wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah (76.). In Überzahl gelang erneut dem früheren Curacao-Nationalspieler Vicario (80.) mit einem schlitzohrigen Freistoßtor der Ausgleich. Als sehr viel schon auf die Verlängerung hindeutete, hatte der FC St. Pauli dann aber doch noch das letzte Wort: Ein Freistoß von Eric Smith klatschte an den Pfosten, den Abpraller bugsierte Jakov Medic (90.) eher unfreiwillig mit dem Rücken ins Netz.

So platzte erst kurz vor dem Abpfiff der Traum von Straelens Vereinspräsident Hermann Tecklenburg, Ehemann von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, vom erstmaligen Einzug in die zweite Runde und damit auch von einer weiteren Zusatzeinnahme für seinen Verein in Höhe von rund 418.000 Euro aus TV-Einnahmen und Erlösen.

Besonders bemerkenswert: Genau wie diesmal war auch schon Straelens Premiere im DFB-Pokal ein echtes Spektakel. In der Saison 1998/1999 hieß es gegen Fortuna Düsseldorf am Ende sogar 4:7. Trainer beim SVS war damals Jos Luhukay. Für die Fortuna traf Marek Lesniak gleich fünfmal.

Zoller und Asano bringen VfL Bochum auf Kurs

Für den FC Viktoria 1889 Berlin aus der Regionalliga Nordost endete auch der zweite Auftritt im DFB-Pokal bereits in der ersten Runde. Nach dem 0:1 gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld zu Beginn der Saison 2019/2020 musste sich der Berliner Pokalsieger diesmal dem Bundesligisten VfL Bochum 0:3 (0:2) geschlagen geben.

Vor 5573 Besucher*innen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark stellten die Gäste aus dem Ruhrgebiet schon früh die Weichen auf Sieg. Simon Zoller (18.) und Takuma Asano (22.) sorgten mit einem Doppelschlag für die 2:0-Führung. Dabei glänzte Gerrit Holtmann, Nationalspieler der Philippinnen, zweimal als Vorbereiter. Für den Endstand sorgte der vom Karlsruher SC nach Bochum gewechselte Mittelstürmer Philipp Hofmann (65.) nach Zuspiel von Zoller. Wenige Minuten zuvor hatte Hofmann bereits den Pfosten getroffen.

Die Viktoria kämpfte zwar leidenschaftlich, fand aber keine Mittel, um den Favoriten in Bedrängnis zu bringen. Am nächsten Wochenende (Samstag, 6. August, 13 Uhr) startet das Team von Trainer Semih Keskin beim FC Carl Zeiss Jena in die neue Saison.

Endstation für Bayer 04 Leverkusen und 1. FC Köln

Für zwei Bundesligisten aus dem Rheinland war schon in der ersten Runde des DFB-Pokals Endstation. Bayer 04 Leverkusen verlor nach einer turbulenten Partie beim saarländischen Drittliga-Aufsteiger SV 07 Elversberg 3:4 (2:3). Der 1. FC Köln zog beim Zweitliga-Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg im Elfmeterschießen 3:4 (2:2, 2:2, 1:2) den Kürzeren.

Dagegen gab sich der gut gestartete Zweitligist Fortuna Düsseldorf keine Blöße, setzte sich beim Traditionsklub Kickers Offenbach aus der Regionalliga Südwest 4:1 (1:0) durch.

Die weiteren Ergebnisse in der MSPW-Übersicht:

VfB Lübeck – FC Hansa Rostock 1:0 (0:0)
FC Einheit Wernigerode – SC Paderborn 07 0:10 (0:3), Bericht siehe hier.
FV Illertissen – 1. FC Heidenheim 0:2 (0:0)
SpVgg Bayreuth – Hamburger SV 1:3 n.V. (1:1, 1:0)
FC Carl Zeiss Jena – VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)
Stuttgarter Kickers – SpVgg Greuther Fürth 2:0 (1:0)

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