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Wuppertaler SV: Vizemeisterschaft als Basis für nächste Saison?

Nach Teilrückzug von Hauptsponsor und Ex-Präsident Friedhelm Runge.


Fünf Spiele, fünf Siege: Die Heimbilanz des Wuppertaler SV unter der Regie seines neuen Trainers Ersan Parlatan (46/Foto) kann sich sehen lassen. Auch im Traditionsduell mit Rot-Weiß Oberhausen (3:0) überzeugten die Bergischen im Stadion am Zoo und festigten den zweiten Tabellenplatz. Obwohl bei weiterhin elf Punkten Rückstand zu Spitzenreiter Alemannia Aachen von einer auch noch so minimalen Titelchance keine Rede mehr sein kann, bleiben die guten Leistungen auch den Fans nicht verborgen. Immerhin 3.391 Zuschauer sorgten für eine beachtliche Kulisse.

„Wir haben 25 Minuten gebraucht, um richtig ins Spiel zu finden, waren bis dahin oft zu ungenau im Passspiel“, analysierte WSV-Trainer Parlatan: „Mit dem 1:0 im Rücken lief es dann besser. In der zweiten Halbzeit haben wir uns noch zahlreiche weitere Chancen herausgespielt.“ Insgesamt sprangen seit Parlatans Amtsübernahme aus neun Partien sieben Siege heraus. Nur durch die Patzer in Wegberg-Beeck (1:3) und Wiedenbrück (0:3) wurde die Möglichkeit verspielt, vielleicht doch noch einmal ganz oben angreifen zu können.

Ebenfalls auffällig: Seitdem Parlatan im Tor Winterzugang Krystian Wozniak (26) den Vorzug gegenüber Paul Grave (22) musste der WSV in drei Ligaspielen kein einziges Gegentor mehr hinnehmen. „Krystian spielt sehr stabil, hat bisher keine Fehler gemacht“, lobt Parlatan den Schlussmann, der nach seinem Vertragsende beim Südwest-Regionalligisten FC 08 Homburg im letzten Sommer mehr als sechs Monate vereinslos war, ehe er im Januar in Wuppertal anheuerte.

Ob es für Wozniak auch über das Saisonende im Bergischen Land weitergeht, ist allerdings – genau wie bei zahlreichen weiteren WSV-Spielern – noch unklar. Der Grund: Nach der Ankündigung von Hauptsponsor und Ex-Präsident Friedhelm Runge (85), sein aktuelles jährliches Engagement in siebenstelliger Höhe zumindest teilweise zurückzufahren, wartet der Sportliche Leiter Gaetano Manno (41) noch auf eine verbindliche Aussage der Vereinsführung, mit welchem Personalbudget für die kommende Saison geplant werden kann. „Bevor wir da keine Klarheit haben, kann ich den Spielern keine konkreten Angebote unterbreiten“, sagt Manno im kicker– und MSPW-Gespräch – und ergänzt: „Ich bin mir sicher, dass wir auch mit einem reduzierten Etat eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen können.“

Immerhin stehen Leistungsträger wie Kapitän Lion Schweers (28), Niklas Dams (33), Semir Saric (26), Kevin Hagemann (33), Damjan Marceta (29) sowie die beiden früheren Bundesliga-Profis Marco Terrazzino (32) und Topscorer Charlison Benschop (34) weiterhin unter Vertrag. Die Frage dürfte allerdings sein, ob sich der Verein auch künftig so viele erfahrene Profis leisten kann. Manno hofft, dass sich in den nächsten Tagen zumindest abzeichnen wird, in welche Richtung es künftig geht und welche Ambitionen möglich sind.

Für diese Saison gilt: Trainer Parlatan und sein Team wollen den zweiten Tabellenplatz bis zum Schluss verteidigen und damit die Vizemeisterschaft aus dem Vorjahr wiederholen. „Das wäre eine gute Basis für die nächste Saison und für die Spieler die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen“, so Parlatan. Sechs Spieltage vor Schluss ist auch noch möglich, die Bilanz der Vorsaison (66 Zähler) zu erreichen oder gar zu übertreffen, zumal der WSV (aktuell 52 Punkte) noch viermal Heimrecht genießt. „Das könnte sich auf jeden Fall sehen lassen“, findet Manno. Das Problem: Genau wie vor einem Jahr der SC Preußen Münster (13 Zähler Abstand) ist jetzt auch Alemannia Aachen den Bergischen enteilt und wird sich den Aufstieg in die 3. Liga nicht mehr nehmen lassen.

Foto-Quelle: Wuppertaler SV

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