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Galopp Dortmund: Auenquelle-Sieg im St. Leger

Trainer Jens Hirschberger und Jockey Jack Mitchell mit Doppelerfolg.
Von der Spitze aus gewann Oriental Eagle (Foto) am Sonntag auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel das mit 55.000 Euro dotierte 133. Deutsche St. Leger, eines der so genannten fünf klassischen Rennen in Deutschland, als 133:10-Außenseiter. Der dreijährige Hengst wird am Mülheimer Raffelberg von Trainer Jens Hirschberger für das Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter-Michael Endres (Duisburg) vorbereitet.

„Das war mein erster klassischer Sieg“, freute sich der 28-jährige Jockey Jack Mitchell, der normalerweise in England reitet. „Ich konnte von vorne alles kontrollieren.“

Für Trainer Hirschberger war der Erfolg von Oriental Eagle eine Bestätigung: „Er hat gezeigt, dass der Sieg zuletzt in Baden-Baden keine Eintagsfliege war. Dass er die nötige Klasse hat, davon war ich immer überzeugt. Jetzt scheint er langsam erwachsen geworden zu sein.“

Das St. Leger ist eine Art „Deutsche Meisterschaft“ für Steher und das wichtigste Rennen über die Ausdauerdistanz von 2.800 Metern. Allein für das Siegerteam gab es 32.000 Euro.

Auf Rang zwei kam der Mitfavorit Moonshiner (34:10) mit dem Kölner Jockey Filip Minarik ein. „Er hat einfach nicht angezogen, um an Oriental Eagle vorbeizukommen“, so Trainer Jean-Pierre Carvalho (Bergheim). Mit viel Tempo kam zum Schluss noch der von Henk Grewe in Köln trainierte Khan (160:10) angeflogen, der vor rund 4.000 Zuschauern dem Favoriten Sound Check (22:10/Trainer Peter Schiergen, Köln) noch den dritten Platz wegschnappte. Die Vorjahressiegerin Near England (Markus Klug/Köln-Heumar) enttäuschte und wurde nur Achte im Zehnerfeld.

Schiergen-Stute triumphiert im BBAG Auktionsrennen

Hochdotiert war auch der zweite sportliche Höhepunkt des Tages, das BBAG Auktionsrennen für zweijährige Stuten über 1.400 Meter um Prämien von 52.000 Euro. Es siegte überlegen die von Peter Schiergen betreute Binti Al Nar, die sich somit für die knappe Niederlage zuletzt in Baden-Baden entschädigte.

„Sie kam schon in bestechender Haltung in die Zielgerade“, sagte Jockey Andrasch Starke (Langenfeld) über die 29:10-Favoritin. Und Assistenztrainer Pascal Werning fügte an: „Binti Al Nar hat sich toll gesteigert und gezeigt, dass sie auch auf weichem Boden bestehen kann.“ Die Siegprämie von 25.000 Euro ging an das Syndikat Rapido. Zweite wurde Markus Klugs Moon Relation (70:10) vor der 189:10-Außenseiterin La Magique, trainiert von Henk Grewe.

Erfolgreiches Comeback für Ganbat nach Mittelfußbruch

An dreijährige, bislang sieglose Stuten richtete sich das „Peter Remmert Erinnerungsrennen“. Über 2.000 Meter (Siegpreis 5.000 Euro) hatte am Ende Valluga (54:10) in den Auenqueller Farben die Nase vorne und sorgte so für den ersten von insgesamt zwei Tageserfolgen von Trainer Jens Hirschberger und Jockey Jack Mitchell.

Ebenso wie Mitchell glänzte auch Bayarsaikhan Ganbat (Düsseldorf) mit zwei Volltreffern. Für Ganbat war es der erste Einsatz nach fast zweimonatiger Verletzungspause. Er hatte im Juli bei einem Sturz auf der Rennbahn in Bad Harzburg einen Mittelfußbruch erlitten.

Wöhler-Schützling Wild Max überzeugt beim Debüt

„Da haben wir zwei Rennpferde gesehen“, sagte Filip Minarik nach dem Eröffnungsrennen für Zweijährige. Der amtierende Championjockey belegte zwar auf der Stute Indah im Preis des Dortmunder Rennvereins über 1.400 Meter „nur“ den zweiten Platz. Indah zeigte aber beim Lebensdebüt aber eine gute Leistung.

Eindrucksvoll gewann Wild Max (25:10) aus dem Stall von Andreas Wöhler (Gütersloh) mit Jozef Bojko im Sattel. „Es war wenig Tempo im Rennen, deshalb hat es Jozef von der Spitze aus gemacht“, so der Trainer. „Wild Max ist vom Typ her eher ein Dreijähriger, deshalb müssen wir sehen, wie wir weitermachen.“ Der Hengst hat für den „Preis des Winterfavoriten“, dem wichtigsten Zweijährigen-Rennen in Deutschland, eine Nennung.

Foto-Quelle: Marc Rühl / DRV

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