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Traben Berlin-Mariendorf: „Goldhelm“ Nimczyk schnappt sich Silber-Serie

Champion mit drei Volltreffern – Bornmann-Triumph im Jugend-Preis.
Er wird schon seit 1892 ausgetragen. Der Jugend-Preis ist das Traber-Zuchtrennen mit der längsten Tradition in Deutschland und mancher der vierbeinigen Sieger entwickelte sich im Anschluss zum Star. Ob dies auch für Namanga Bo gelten wird, bleibt abzuwarten. Aber die Leistung, die die zweijährige Stute mit dem Niederländer Jaap van Rijn im Sulky in dem mit 20.000 Euro Preisgeld dotierten Klassiker auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf zeigte, war vom Feinsten und macht Geschmack auf mehr.

Die für die Farben von Hans-Ulrich Bornmann (Ennepetal) laufende Maharajah-Tochter marschierte vor den Tribünen auf und übernahm auf Zielhöhe das Kommando. Ernsthafte Gefahr drohte der 180:10-Außenseiterin eigentlich nur durch Baltic Star (Thomas Panschow/Bladenhorst), der bei seinem Angriff 600 Meter vor dem Ziel jedoch von den Beinen geriet. In der durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:17,1 Minuten kam Namanga Bo, die von dem auf Jugend-Preis-Erfolge regelrecht abonnierten Dion Tesselaar (NL) trainiert wird, sehr leicht mit einer Länge Vorsprung vor dem aus der zweiten Reihe erst spät auf Touren gekommenen Wild West Diamant (Robin Bakker/NL) ins Ziel. Dritter wurde Winnetou Diamant mit Weltmeister Rick Ebbinge (NL) vor dem „Pechvogel“ Baltic Star, der die Bahn ohne die Galoppade vielleicht sogar als Sieger verlassen hätte. Auf den nächsten Auftritt des laufgewaltigen Hengstes darf man gespannt sein.

Im Finale der Silber-Serie ging es ebenfalls um 20.000 Euro Dotation und der Löwenanteil dieser Summe wurde zur Beute von Laurel Park aus dem Stall des Berliner Rennbahn-Besitzers Ulrich Mommert. Gesteuert wurde Laurel Park wie immer von Champion Michael Nimczyk (Foto) aus Willich. Während von seinen Konkurrenten vor allem Glaedar (Thorsten Tietz/Schöneiche) und Larsson (Heiner Christiansen/Ostenfeld) unterwegs sehr viele Körner lassen mussten und am Ende nur Siebter bzw. Vierter wurden, konnte Laurel Park lange Zeit die Innenkante nutzen und wurde erst auf der Schlusshalben gebracht. Der Love-You-Sohn blieb in der Tagesbestzeit von 1:13,6 Minuten mit zwei Längen vor den nur durch einen Hals voneinander getrennten Hector Boko (Jaap van Rijn) und Super Queen C (Stefan Schoonhoven).

„Goldhelm“ Michael Nimczyk steuerte außerdem noch zwei weitere Sieger: Mit Man U und mit Fanny Hill griff er jeweils schon in der Startphase nach dem Taktstock und hatte das Geschehen zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle. Mit drei Tagessiegen war Nimczyk also einmal mehr der bestimmende Mann.

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