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Galopp München: Dallmayr-Preis geht an Dubai-Herrscher

Scheich Mohammeds Barney Roy wird seiner Favoritenrolle gerecht.


Eines der bedeutendsten Rennen der deutschen Rennsaison 2020 war die große Attraktion am Sonntag innerhalb der elf Leistungsprüfungen auf der Galopprennbahn in München-Riem. Der Große Dallmayr-Preis (77.500 Euro, 2.000 Meter) entwickelte sich nicht nur zum bislang bestbesetzten Rennen des Jahres hierzulande, das Highlight war auch an Spannung nicht mehr zu überbieten. Der 20:10-Favorit Barney Roy erkämpfte sich nach einer bravourösen Schlussleistung den mit 50.000 Euro Prämie honorierten Erfolg für die weltberühmten Godolphin-Farben von Scheich Mohammed, dem Staatsoberhaupt des Wüstenstaates Dubai.

Mit Weltklasse-Jockey William Buick ging der sechsjährige Wallach lange an vorletzter Stelle des siebenköpfigen Feldes. Die Außenseiterin Naida (Trainerin: Yasmin Almenräder/Mülheim) legte vor dem anderen Godolphin-Pferd Spotify eine sehr schnelle Fahrt vor. Mehrere Längen dahinter folgte die Stute Durance (Peter Schiergen/Köln) vor Quest the Moon (Jockey: Rene Piechulek/Bergheim) und dem irischen Gast Patrick Sarsfield (Jockey: Adrie de Vries). Nur Wai Key Star war hinter Barney Roy zu sehen.

Auf der Zielgeraden hatte Naida vorne bald ausgespielt, dann fächerte das Feld breit auf, und es war lange nicht abzusehen, wer gewinnen würde. Durance und Quest the Moon packten groß an, Patrick Sarsfield hatte außen starke Momente, doch auf dem letzten Wegstück überspurtete Barney Roy trotz unpassenden Bodens die Gegner noch knapp, aber sicher. Der Triumph in München war perfekt.

Australien-Pläne für Barney Roy – Quest the Moon nach Iffezheim?

Siegtrainer Charlie Appleby erklärte: „Wir hatten schon Bedenken wegen des weichen Geläufs, doch seine große Klasse hat sich am Ende entscheidend bemerkbar gemacht. Die deutschen Pferde haben aber einen guten Standard gesetzt. Wir wollen mit ihm nun nach Australien in die Cox Plate gehen.“

Jockey William Buick ergänzte: „Seine besten Formen hatte er auf gutem Boden gezeigt, daher waren wir uns nicht sicher. Aber seine Klasse war maßgebend.“ Quest the Moon schob sich bis auf einen Hals an Barney Roy heran und zeigte eine erstklassige Leistung. „Wir hatten auf Regen gehofft, und er hat bis zum Ziel gekämpft. Diese Leistung war stark. Der Große Preis von Baden in Iffezheim könnte nun sein Ziel sein. Der Arc ist danach eine Möglichkeit“, verriet Trainerin Sarah Steinberg aus München, deren zweiter Starter Wai Key Star als Fünfter vom Ende des Feldes noch etwas Boden gutmachte.

Patrick Sarsfield wirkte außen lange sehr gefährlich und sich noch hauchdünn an Durance vorbei auf Rang drei, die ebenfalls prächtig lief. „Sie ist ungemein konstant und hat auch heute sehr zu gefallen gewusst“, versicherte Besitzer Paul von Schubert. Spotify und Naida mussten am Ende passen und fielen an das Ende zurück.

Jockey-Champion Murzabayev trumpft auf und spendet

Einmal mehr in Bestform präsentierte sich der aktuelle Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev (Gütersloh), der nicht weniger als vier Rennen für sich entscheiden und damit die Führung in der bundesweiten Statistik weiter ausbauen konnte.

Noch bemerkenswerter: Murzabayev stiftete alle verdienten Geldpreise am Sonntag an seinen Kollegen Filip Minarik, der nach seinem schweren Sturz in einer Klinik in Hannover behandelt wird.

Der Wettumsatz nach insgesamt elf Rennen in München-Riem belief sich auf 330.414 Euro.

Text-Quelle: Deutscher Galopp

Foto-Quelle: Marc Rühl

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