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Galopp Köln: Wird Gestüt Ittlingens Antero der neue „Winterfavorit“?

Andrasch Starke reitet Sieganwärter im Klassiker um 155.000 Euro.
Am Sonntag findet mit dem „Preis des Winterfavoriten“ (5. Rennen, Start gegen 13.23 Uhr) der traditionelle Saisonabschluss auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch statt. Dabei beantwortet das traditionsreiche Rennen die wichtigste Frage: Wer wird Favorit für das Deutsche Derby im kommenden Jahr? Der Sieger des prestigeträchtigsten und wichtigsten Zuchtrennens für die Zweijährigen über 1.600 Meter in Köln darf sich nämlich Derby-Favorit für einen Winter nennen und nebenbei vom ganz großen Erfolg im „Blauen Band“ 2022 in Hamburg-Horn träumen.

Insgesamt stehen beim letzten Kölner Renntag des Jahres ab 11.20 Uhr neun spannende Rennen auf dem Programm. Tickets für den Saisonhöhepunkt gibt es im kölngalopp-Ticketshop unter tickets.koeln-galopp.de. Die Tageskasse am Renntag ist ab 9.30 Uhr geöffnet.

Kölner Dominanz: Fünfmal Klug, zweimal Grewe, einmal Hickst

Der mit 155.000 Euro dotierte „Preis des Winterfavoriten“ könnte wie auch in den Vorjahren eine Kölner Angelegenheit werden. Nicht weniger als acht der zehn Starter werden in der Domstadt trainiert. Im letzten Jahr setzte sich der von Andreas Suborics in Köln-Weidenpesch trainierte Mitfavorit Best of Lips unter dem englischen Jockey Franny Norton über die 1.600 Meter-Distanz durch. Geht der Traditionstitel nach Rubaiyat (2019) und Best of Lips (2020) auch in diesem Jahr erneut an einen Kölner Galopper?

Die besten Chancen auf den Sieg hat Markus Klug aus dem rechtsrheinischen Heumar. Nicht weniger als fünf Protagonisten sattelt der dreimalige Derbysieg-Trainer. Ariolo und Kobold treten dabei für die traditionsreichen 4711-Rennfarben der Mehl-Mülhens-Stiftung an. Antero (Foto) aus dem Besitz des Gestüts Ittlingen von Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann (Witten) gilt mit dem neuen Klug-Stalljockey Andrasch Starke (Langenfeld) sogar als Favorit in den Wettmärkten, aber auch Schwarzer Peter (Andreas Helfenbein) und See Hector (Clement Lecoeuvre) sind keinesfalls zu unterschätzen.

Zum „Hecht im Karpfenteich“ könnte jedoch der aktuelle deutsche Championtrainer und Lokalmatador Henk Grewe werden. „Meine Pferde Sea Bay und Millionaire haben sich weiter verbessert und das zu erwartende weiche Geläuf kommt ihnen auch entgegen. Wir sind guten Mutes“, so Grewe. Mit The Iconist (Alexander Pietsch) sattelt Weidenpesch-Trainer Waldemar Hickst eine weitere Kölner Chance. Hickst gewann den „Winterfavorit“-Titel bereits im Jahr 2007 mit Precious Boy.

Und auch zwei Gastpferde nehmen den Kampf um die Zweijährigen-Krone auf. Stall Hanses Calif, für den Champion Bauyrzhan Murzabayev gebucht wurde, kommt aus Hannover angereist. Dominik Moser trainiert den Areion-Sohn, der wie ein frühes Pferd gezogen ist. Für den französischen „Farbtupfer“ sorgt Lou Man (Stefanie Koyuncu) für Trainer Stephane Wattel (Deauville). Der wiederum reist als unbeschriebenes Blatt in die Domstadt.

Sorgt Tünnes für kölschen Sieg? Torquator Tassos Bruder in Köln am Start

Erst am letzten Sonntag hatte Torquator Tasso mit seinem historischen Sieg im Prix de l’Arc de Triomphe in Paris-Longchamp Geschichte geschrieben. Dass der Kölner Renn-Verein die historischen Momente des wichtigsten europäischen Grasbahnrennens mit dem erst vierten deutschen Sieger in 100 Jahren nochmals aufleben lässt, versteht sich von selbst. Torquator Tassos zweijähriger Halbbruder Tünnes (Bauyrzhan Murzabayev) wird übrigens in Weidenpesch von Peter Schiergen trainiert und startet am Sonntag mit guten Chancen für seinen Kölner Besitzer Holger Renz. Man darf also gespannt sein.

Galopprennen in Köln sind Events für die ganze Familie. Auch am letzten Renntag des Jahres freut sich der Kölner Renn-Verein, rund um den Renntag erstmals wieder ein kostenloses Kinderprogramm anbieten zu können. Neben dem Kinderspielplatz wird auch das Kinderland mit seinem bunten Spieleprogramm wieder für unsere kleinen Besucher geöffnet haben. Die Kinder können sich dort unter anderem auf einen Zauberer (zwei Shows), Luftballonmodellage, Hüpfburg, Fußballdart, Hufeisenwerfen, Slackline und diverse Spielsachen freuen.

Traditionelle Ehrung der Kölner Champions

Beim großen Saisonfinale werden traditionsgemäß auch die erfolgreichsten Jockeys, Trainer und Besitzer auf der Kölner Galopprennbahn geehrt. Bei den Reitern dürfte der Titel ebenso vergeben sein wie bei den Trainern. Der amtierende und designierte Deutsche Meister Bauyrzhan Murzabayev hat auch in Köln mit 14 Siegen einen deutlichen Vorsprung vor Maxim Pecheur, der auf acht Jahrestreffer kommt. Beim Trainer-Titel dürfte Markus Klug das Rennen machen. Klug hat zwölf Siege auf dem Konto und damit komfortable fünf Punkte Vorsprung vor den Kollegen Peter Schiergen, Yasmin Almenräder und Andreas Wöhler, die allesamt bislang sieben Rennen gewonnen haben.

Spannung verspricht hingegen der Besitzerwettbewerb. Hier hat das Gestüt Auenquelle (Rödinghausen), das noch jüngst mit Torquator Tasso den Prix de l’Arc de Triomphe-Sieger in Paris stellte, nur einen Punkt Vorsprung. Auenquelle führt mit fünf Siegen, gefolgt vom Gestüt Röttgen und Stall Berotti mit jeweils vier Jahreserfolgen. Für Spannung ist hier also gesorgt.
Im Rahmen des Veranstaltungsbesuchs finden die 3G-Regeln Anwendung (getestet, geimpft oder genesen).

Foto-Quelle: Marc Rühl/Kölner Renn-Verein

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