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Arminia Bielefeld: Im Sondertrikot gegen Rot-Weiss Essen

Verein erinnert an seinen jüdischen Ex-Präsidenten Julius Hesse.


Arminia Bielefeld wird sein Heimspiel in der 3. Liga am Sonntag, 16.30 Uhr, gegen Rot-Weiss Essen im Rahmen der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus (1. März bis 30. April) in einem aufwändig gestalteten Sondertrikot bestreiten. In besonderer Weise erinnert der DSC dabei an seinen ehemaligen jüdischen Präsidenten Julius Hesse, der vor 80 Jahren im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet wurde.

„Arminia Bielefeld setzt mit der aktiven Teilnahme an den Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus ein deutlich wahrnehmbares Zeichen für Toleranz und Vielfalt“, erklärt Geschäftsführer Christoph Wortmann. „Der DSC und seine Mitglieder beziehen einmal mehr eindeutig Position gegen Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus. ‚Nie wieder‘ gilt daher in besonderem Maße als Auftrag und Versprechen. Wir bedanken uns ausdrücklich bei unseren Partnern, die jeweils auf ihre Logo-Präsenz auf dem Sondertrikot verzichten. Toleranz und Vielfalt sind in hohem Maße auch Werte, die von unseren Partnern gelebt werden.“

Die Idee und der Grundentwurf des schwarz-weißen Sondertrikots stammen von Fan Arthur, der sich bereits beim Design des letzten Weihnachtspullovers eingebracht hatte. Das Outfit mit seinem historischen Kontext ist schlicht und mit einem klassischen Knopfkragen gestaltet. Anstelle des Arminia-Logos ist auf der Brust das traditionelle „Arminia-A“ zu sehen. Die Trikotbrust, auf der normalerweise der Hauptsponsor zu sehen ist, ziert der Schriftzug „Hesse & Co. – Schuhe und Sport-Artikel“ in Anlehnung an das damals sehr bekannte Schuh- und Sportgeschäft von Julius Hesse. In der Innenseite im Nacken des Trikots sind Geburtstag und Todestag des ehemaligen Arminia-Präsidenten zu lesen. Auf der Außenseite prangt das Versprechen „Für Toleranz und Vielfalt“.

Alle spielgetragenen und spielvorbereiteten Trikots für das Heimspiel gegen RWE werden im Anschluss an die Begegnung auf der Auktionsplattform im Online-Fanladen von Arminia Bielefeld versteigert. Mit den Einnahmen aus den Auktionen, die das Fan-Projekt Bielefeld erhält, werden Fahrten zu den Gedenkstätten nach Theresienstadt und Auschwitz organisiert.

Foto-Quelle: Arminia Bielefeld

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