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Nach „Sicherheits-Gipfel“: WSV darf auswärts ran

Innenministerium spricht von „Vertrauensvorschuss“ für Wuppertaler Fans

Mit einiger „Verspätung“ darf Regionalliga-Absteiger Wuppertaler SV demnächst auch Auswärtsspiele in der Oberliga Niederrhein bestreiten. Das ist das Ergebnis einer Sicherheitsbesprechnung im Düsseldorfer NRW-Innenministerium. Nachdem die bisher angesetzten WSV-Partien in Ratingen und Hönnepel-Niedermörmter aus Sicherheitsgründen (angeblich 300 gewaltbereite WSV-Anhänger) abgesagt bzw. verlegt worden waren, soll am 1. September beim VfL Rhede und auch in den folgenden Wochen auswärts gespielt werden. Das Innenministerium sprach in diesem Zusammenhang allerdings auch von einem „Vertrauensvorschuss“ für die Wuppertaler Anhänger. Soll heißen: Sollte es zu Ausschreitungen mit Gewalt und Pyrotechnik kommen, dann dürfte das ernsthafte Folgen für den Traditionsverein haben. Genaue Einzelheiten, welche Vorgaben die Heimvereine und der WSV künftig einhalten müssen, wurden nicht mitgeteilt.

MSPW veröffentlicht die Pressemitteilung des Innenministeriums im Wortlaut:

„Die Weichen für die nächsten Auswärtsspiele des Wuppertaler Sportvereins sind gestellt. „Alle Verantwortlichen ziehen an einem Strang. Wir wollen gemeinsam den Neustart des Wuppertaler SV unterstützen und dafür sorgen, dass in der Oberliga Niederrhein ein sicherer und geregelter Spielbetrieb mit Heim- und Auswärtsspielen möglich ist“, erklärte Bernd Heinen, Einsatzreferent im Innenministerium Düsseldorf und Vorsitzender des Nationalen Ausschusses Sport und Sicherheit, heute (16.8.) in Düsseldorf. „Die Rahmenbedingungen für Auswärtsspiele des Wuppertaler SV sind damit abgestimmt.“

„Der Verein und der Fußballverband nutzen alle Möglichkeiten, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden“, erläuterte Heinen. Dazu gehört unter anderem die intensive Auseinandersetzung mit der gesamten Fanszene, die Förderung einer verantwortungsbewussten Fankultur, eine enge Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Heimvereine und der Polizei. Weitere wichtige Bausteine sind die verstärkte Begleitung der eigenen Fans bei Auswärtsspielen sowie konsequente Reaktionen auf deren Fehlverhalten.

Das Innenministerium hatte auf Anregung der Landesinformationsstelle Sporteinsätze NRW (LIS) Vertreter des Wuppertaler SV, des Fußballverbandes Niederrhein sowie des Polizeipräsidiums Wuppertal und der LIS zu einer Besprechung eingeladen. „Das Gespräch war konstruktiv und lösungsorientiert“, berichtete Heinen im Anschluss.

„Wir geben dem Wuppertaler SV und seinen Fans mit dieser Vorgehensweise einen Vertrauensvorschuss für die kommenden Auswärtsspiele gegen Rhede, Hönnepel-Niedermörmter und Wesel. Nun müssen sie beweisen, dass sie für eine verantwortungsbewusste Fankultur stehen und Gewalt und Pyrotechnik eine klare Absage erteilen“, betonte Heinen. „Alle Fans sollen begeisternde Fußballspiele in friedlicher Atmosphäre erleben.“

 

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