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RW Essen: A-Junioren sind wieder erstklassig

Aufstiegstrainer Jürgen Lucas sieht „sehr gute Basis“.

Großer Jubel an der Essener Seumannstraße! Die U 19 des West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen machte am heutigen Sonntag durch einen souveränen 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen den Tabellenvierten Arminia Klosterhardt den Gewinn der Meisterschaft in der A-Junioren-Niederrheinliga und damit auch den direkten Wiederaufstieg in die West-Staffel der Bundesliga perfekt. Zwei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger Rot-Weiß Oberhausen uneinholbare neun Punkte. „Die Jungs haben eine herausragende Saison gespielt und den Aufstieg absolut verdient“, lobte Meistertrainer Jürgen Lucas gegenüber MSPW: „Ich bin mächtig stolz auf die Mannschaft.“

Vor mehr als 300 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz an der Seumannstraße, darunter auch RWE-Aufsichtsrats-Chef Christian Hülsmann, Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Michael Welling, Cheftrainer Markus Reiter, Nachwuchskoordinator Andreas Winkler und Teammanager Damian Jamro, ließen die Rot-Weissen zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen. Mit seinem 22. Saisontreffer brachte Torjäger Kempes Waldemar Tekiela (21.) die Gastgeber in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße. Emre Kilav (51.) erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0, ehe der eingewechselte Emre Demircan (85.) den spektakulären Schlusspunkt setzte. Mit einem direkten Freistoß traf der Mittelfeldspieler genau in den Winkel und markierte sein 14. Tor in dieser Saison.

Schon lange vor dem Abpfiff zogen die Ergänzungsspieler die vorbereiteten Aufstiegs-Shirts („Rot-Weisser Rahnsinn. Bundesliga-Aufstieg 2014/2015“) über, nach dem Ende der Partie ließen sie ihrer Freude freien Lauf. Es knallten Sektkorken, die eine oder andere Dusche wurde verteilt, alle Beteiligten lagen sich in den Armen. Später wurde zunächst im Funktionsgebäude gefeiert, ehe es in eine Cocktailbar in der Essener Innenstadt ging.

Beim obligatorischen Siegerfoto auf dem Platz durfte aber auch ein Spruchband nicht fehlen, das an das vor wenigen Monaten verstorbene RWE-Ehrenmitglied Siegfried Dahms erinnerte. „Siggi“ hatte immer ein besonders großes Herz für die Jugendabteilung und verpasste kaum eine Trainingseinheit oder ein Punktspiel an der Seumannstraße.

Derweil ließ Erfolgstrainer Jürgen Lucas, der zwischenzeitlich als Interimstrainer bei der ersten Mannschaft ausgeholfen hatte, noch einmal die grandiose Saison seiner Mannschaft Revue passieren: „Die Mannschaft hat eine unglaubliche Konstanz gezeigt. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive haben wir immer wieder bewiesen, dass wir in der Liga das Maß aller Dinge sind. Nicht selten waren unsere Begegnungen Offensiv-Spektakel. Das Torverhältnis von 90:8 spricht für sich. Auch im direkten Vergleich mit Rot-Weiß Oberhausen haben wir zweimal die Oberhand behalten (1:0/3:0, Anm. d. Red.). Es gibt wohl keine zwei Meinungen darüber, ob der Aufstieg verdient ist oder nicht.“

Für die kommende Spielzeit in der Bundesliga sieht Lucas eine „sehr gute Basis“. Schließlich gehörten nicht weniger als 14 Jungjahrgänge zu seinem Kader, die auch in der neuen Saison noch für die U 19 spielen dürfen. Dazu rücken sechs bis sieben Talente aus der eigenen U 17 auf, die einen Tag zuvor den Klassenerhalt in der B-Junioren-Bundesliga West durch einen 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln gesichert hatten. Außerdem wird es auch die eine oder andere externe Verstärkung geben. „Drei Zugänge sind schon fix, die Namen werden wir aber erst in den nächsten Wochen bekannt geben“, so Lucas, der in der nächsten Saison einen neuen Co-Trainer bekommt. Sein bisheriger Assistent Enrico Schleinitz wird die U16 als verantwortlicher Cheftrainer übernehmen.

Zuvor haben die Rot-Weissen mit dem Gespann Lucas und Schleinitz allerdings noch ein weiteres großes Ziel im Auge. Im Viertelfinale des Niederrheinpokals tritt RWE am Mittwoch, 13. Mai, ab 19 Uhr beim unterklassigen Duisburger FV 08 an. Im Halbfinale hätten die Essener dann am 3. Juni Heimrecht gegen den Gewinner des Derbys zwischen dem 1. FC und Borussia Mönchengladbach. Der Sieger des Niederrheinpokals qualifiziert sich für den DFB-Junioren-Vereinspokal. Jürgen Lucas: „Das wäre das Sahnehäubchen.“

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