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Alexander Heinze nach Blitz-Rot: „Muss mit Spott leben“

Nach 57 Sekunden fliegt Innenverteidiger des FK Pirmasens vom Platz.


Alexander Heinze vom FK Pirmasens hat unfreiwillig für ein Kuriosum in der Regionalliga Südwest gesorgt. Im Auswärtsspiel beim FC-Astoria Walldorf (0:1) sah der 23-jährige Innenverteidiger am Samstag nach nur 57 Sekunden die Rote Karte wegen Notbremse. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Heinze nach der 0:1-Niederlage über seinen ersten Platzverweis im Seniorenbereich, eine mögliche Wiedergutmachung für seine Teamkollegen und ein verlockendes Angebot seines Mitspielers Dominik Rohracker.

FUSSBALL.DE: Herr Heinze, was denkt ein Fußballer, wenn sein Arbeitstag schon nach 57 Sekunden beendet ist?
Alexander Heinze: Ich gebe zu, dass das Sch-Wort in dem Moment und auch noch danach permanent durch meinen Kopf schwirrte. Die gesamte Woche hatte ich mich auf die Partie vorbereitet – und dann muss ich unverrichteter Dinge vom Feld und kann der Mannschaft nicht helfen. Das war schon komisch.

Wie haben Sie die Situation erlebt?
Heinze: Mein Mitspieler Dominik Rohracker hat einen Querpass gespielt, der nicht optimal war. Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie habe ich einen Schritt zurückgemacht. Astoria-Stürmer Nico Hillenbrand hatte genau auf so eine Situation spekuliert. Ich konnte ihn nur noch mit einem Foul stoppen.

Welche Gedanken schossen Ihnen durch den Kopf, als der Schiedsrichter die Rote Karte zückte?
Heinze: Dass ich direkt die Rote Karte bekam, fand ich – ehrlich gesagt – überzogen. Gelb hätte in der ersten Minute sicher auch gereicht. Meiner Meinung nach waren auf meiner Höhe noch Mitspieler von mir. Ob sie hätten eingreifen können, weiß ich allerdings nicht.

Was haben Sie nach dem Platzverweis gemacht?
Heinze: Es war empfindlich kalt, also bin ich schnell zum Duschen gegangen. Danach haben mich auch schon einige Journalisten angesprochen. Ich habe ihre Fragen beantwortet und das Spiel von der Bank aus angeschaut. Leider war der Spielverlauf mit dem zweiten Platzverweis und dem späten Gegentor durch einen Elfmeter komplett gegen uns.

FUSSBALL.DE: Später musste auch Ihr Mannschaftskollege David Becker mit Gelb-Rot vom Feld. Wie haben Sie ihn begrüßt?
Heinze: Er ist ebenfalls direkt in die Kabine gegangen und hat sich dann auf die Bank gesetzt. Wir hatten da unmittelbar keine Gelegenheit, miteinander zu sprechen. Da wir beide in der gleichen Gegend wohnen, hatten einige Freunde von uns schon gedacht, dass wir beide zusammen vorzeitig nach Hause mussten. Mit diesem Spott muss man leben.

Das komplette MSPW-Interview lesen Sie auf FUSSBALL.DE.

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