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Borussia Dortmund zum siebten Mal B-Junioren-Meister

3:2-Sieg im Finale beim Titelverteidiger FC Bayern München.


Der Deutsche B-Junioren-Meister der Saison 2017/2018 heißt Borussia Dortmund. Der BVB setzte sich im Endspiel beim Titelverteidiger FC Bayern München 3:2 (1:1) durch und sicherte sich zum insgesamt siebten Mal den nationalen U 17-Titel. Damit zog die Mannschaft von BVB-Trainer Sebastian Geppert mit Rekordsieger VfB Stuttgart gleich. Der FCB bleibt bei fünf Finalsiegen.

Zu einem Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund war es im Endspiel zuvor schon zweimal (2001 und 2007) gekommen. Dabei hatten jeweils die Münchner (4:0 und 1:0) die Oberhand behalten. Nun gewann erstmals der BVB. Für Bayern-Trainer Holger Seitz war es das letzte Spiel als U 17-Trainer. Der 43-jährige Ex-Profi übernimmt die U 23 des FCB.

Prus, Rummenigge, Watzke und Sammer vor Ort

Auf die erste große Möglichkeit im Endspiel mussten die 2500 Zuschauer im ausverkauften Stadion auf dem FC Bayern Campus, darunter U 17-Nationaltrainer Michael Prus, FCB-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sowie Dortmunds Berater und Ex-Nationalspieler Matthias Sammer, nicht lange warten. Borussia-Mittelfeldspieler Felix Schlüsselburg (2.) köpfte den Ball knapp daneben.

Das Kommando übernahmen im Anschluss die Gastgeber. Jonas Kehl (8.) und Jahn Herrmann (15.) hatten die ersten Chancen für den FC Bayern. Bei den Dortmunder Kontern musste der FCB aber aufpassen. So setzte sich Alaa Bakir (16.) auf der Außenbahn durch, sein Pass auf den in der Mitte freistehenden Youssoufa Moukoko (Foto) war aber zu ungenau.

Pech hatten die Bayern in der 20. Minute: Benedict Hollerbach (20.) traf mit seinem Schuss aus knapp zehn Metern den Innenpfosten – von dort sprang der Ball wieder heraus.

Niederländer treffen auf beiden Seiten

Es blieb kaum Zeit zum Durchatmen. Nach einem Konter der Dortmunder lag der Ball erstmals im Netz. U 16-Nationalspieler Moukoko überließ den Ball bei einem Konter Immanuel Pherai, der aus spitzem Winkel abschloss – 1:0 für den BVB!

Die Antwort der Bayern ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Der niederländische Junioren-Nationalstürmer Joshua Zirkzee (28.), Landsmann von Pherai, kam im Strafraum an den Ball und schloss trocken zum Ausgleich in den Winkel ab – 1:1.

Beinahe wäre Abwehrspieler Yannik Brugger (33.) die erstmalige Führung für den FC Bayern gelungen. Sein Kopfball nach einer Ecke prallte aber gegen die Latte. Es blieb bis zur Halbzeit beim 1:1.

Immanuel Pherai mit der Hacke zum 2:1

Auch die zweite Halbzeit startete furios und mit einem frühen Treffer. Einen Pass von Malte Wengerowski nutzte Pherai (42.) spektakulär zur erneuten Dortmunder Führung. Der Mittelfeldspieler stand mit dem Rücken zum Tor und verwertete mit der Hacke zum 2:1 für den BVB.

Wenige Minuten später änderte sich der Spielstand erneut. Jahn Herrmann (48.) verwandelte für die Bayern einen Handelfmeter. BVB-Verteidiger Ramzi Ferjani hatte den Ball nach einer Ecke gegen den Arm bekommen.

40. Saisontreffer von Moukoko macht alles klar

Zumindest unmittelbar vor den Toren beruhigte sich das packende Finale danach zunächst ein wenig. Der FC Bayern nahm das Heft in die Hand, der BVB lauerte. Kurz vor Schluss kam dann der Auftritt des erst 13-jährigen Youssoufa Moukoko: Doppeltorschütze Pherai dribbelte in den Strafraum, wurde aber von FCB-Schlussmann Jakob Mayer gestoppt. Der Abpraller kam zu Moukoko (76.), der den Ball zwar nicht richtig traf, aber auch das nötige Glück hatte, dass die Kugel aus kurzer Entfernung ins Netz rollte. Es war sein 40. Saisontor.

Dann wurde es turbulent: Nach einem Foulspiel kam es zu einer Rudelbildung. Das Ergebnis: Bayern-Torschütze Zirkzee und der eingewechselte Dortmunder Samuel Örs (77.) sahen jeweils nach Tätlichkeiten die Rote Karte.

Bayern Münchens „Joker“ Jalen Hawkins (80.+3) köpfte in der Nachspielzeit noch knapp daneben, wenige Sekunden später war Schluss.

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