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Münster: Fanprojekt verlässt Arbeitskreise

„Örtlicher Ausschuss Sport und Sicherheit“ wird nicht mehr unterstützt.

 

Das Fanprojekt des Drittligisten SC Preußen Münster stellt seine Mitarbeit in den Arbeitskreisen des „Örtlichen Ausschusses Sport und Sicherheit“ (ÖASS) ein. Das teilten die SCP-Anhänger offiziell mit. Bisher hatten sich Fanvertreter in zwei von drei Arbeitskreisen, den Bereichen „Stadionsicherheit“ und „Fandialog“, aktiv eingebracht. Der „ÖASS“ war auf Initiative des Polizeipräsidiums Münster 2011 entstanden. Die Einbindung und Beteiligung der Fans sollte dabei eine hohe Priorität genießen.

„Die aus unserer Sicht radikale Vorgehensweise von Polizei und Staatsanwaltschaft gegenüber Fans und sogar Angestellten des SC Preußen hat uns klar gemacht, dass kein Dialog auf Augenhöhe gewünscht ist“, erklärt Fanprojekt-Vorsitzender Benny Sicking den Rückzug. „Folgerichtig stehen wir aktuell nicht mehr zur Verfügung. Die Strafverfolgungsbehörden in Münster müssen unserer Meinung nach dringend ihre Handlungen überdenken“, so Sicking weiter.

Unter anderem hatte die Staatsanwaltschaft Münster ein Verfahren gegen den langjährigen Sicherheitsbeauftragten des Vereins, Roland Böckmann, wegen vermeintlicher Strafvereitelung eingeleitet. Böckmann wurde vorgeworfen, er habe Straftäter aus der Ultra-Fanszene bei einem Video-Studium als „nicht bekannt“ eingestuft, obwohl er sie habe erkennen müssen. Eine Hausdurchsuchung inklusive Beschlagnahme von Handy und Notebook wurde deshalb durchgeführt. Böckmann wies sämtliche Vorwürfe zurück, das Landgericht hob den Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts inzwischen auf und rehabilitierte damit den Preußen-Mitarbeiter. Dennoch erklärte Böckmann nach 13-jähriger Tätigkeit seinen Rücktritt als Sicherheitsbeauftragter.

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