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VfL Bochums Trainer Heiko Butscher: „Großer Schritt für uns“

Nach 4:3-Coup beim 1. FC Union Berlin vier Punkte vor Rang 16.


Mit dem spektakulären 4:3-Auswärtscoup beim direkten Konkurrenten 1. FC Union Berlin machte Fußball-Bundesligist VfL Bochum einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib. Zwei Spieltage vor dem Saisonende hat das Team von Trainern Heiko Butscher (Foto) jetzt vier Punkte Vorsprung vor der Gefahrenzone.

Die Stimmen von der VfL-Homepage:

Heiko Butscher (Cheftrainer VfL Bochum 1848): „Es war für mich ein richtig krankes Fußballspiel, wenn ich das so sagen darf. Das Spiel hat gezeigt, was den Fußball ausmacht und warum wir den Fußball alle so lieben. Wir haben eine fast perfekte erste Halbzeit gespielt. Unser Matchplan ist sehr, sehr gut aufgegangen. Wir haben die zweiten Bälle gewonnen, viele Zweikämpfe gewonnen und drei Tore gemacht. In der Halbzeit haben wir uns gesagt, dass wir keinen Schritt weniger machen dürfen. Wir wussten, dass Union reagieren wird. Das haben sie auch. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann nicht sofort das Rezept dagegen. Wir sind unter Druck geraten und es wurde nochmal unfassbar spannend. Wir haben dagegen angekämpft und das 4:2 gemacht. Die Mannschaft hat alles rausgehauen und bis zum Ende verteidigt. Wir sind sehr, sehr stolz, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten. Es war ein großer Schritt, aber längst nicht der letzte – das ist uns klar. Wir wünschen Union alles, alles Gute. Ihr schafft das auf jeden Fall. Wir sind glücklich.“

Nenad Bjelica (Cheftrainer 1. FC Union Berlin): „Gratulation an den VfL Bochum und Heiko Butscher zum Sieg. Wie Heiko bereits gesagt hat, haben wir zwei sehr verschiedene Halbzeiten gesehen. In der ersten Hälfte hat Bochum toll gespielt. Sie haben die ersten Bälle gewonnen, die zweiten Bälle gewonnen. Wir waren sehr nervös und Bochum mit drei Toren sehr effektiv. Zur zweiten Halbzeit konnten wir einiges verändern. Wir sind dann lange im Spiel gewesen und hatten die Chance, einen Punkt mitzunehmen. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir denke ich auch einen Punkt verdient gehabt. Aber es ist so ausgegangen. Wir müssen Bochum gratulieren und uns auf den nächsten Gegner fokussieren.“

Marc Lettau (Sportdirektor VfL Bochum 1848): „Wir haben ein eminent wichtiges Spiel gewonnen. Die 90 Minuten waren sinnbildlich für unsere bisherige Saison. Nach all dem, was in diesem Spiel passiert ist, kann man sagen, dass wir unsere emotionale Reifeprüfung bestanden haben. Nachdem wir es letzte Woche gegen Hoffenheim über die Bühne gebracht haben, haben wir es endlich auch mal auswärts geschafft. In der ersten Halbzeit hatten wir eine hervorragende Balance zwischen Offensive und Defensive, waren höchsteffizient und gehen verdient in Führung. Nach der Pause, wo wir den Anschlusstreffer kassieren, kann dieses Stadion eine besondere Atmosphäre entfachen. Union hat wieder daran geglaubt, aber wir sind gereift und mit Sicherheit heute auch daran gewachsen.“

Doppeltorschütze Maximilian Wittek: „In allererster Linie freuen wir uns riesig über den Sieg. Das war sehr, sehr wichtig. Wir konnten uns dadurch etwas Puffer verschaffen. Jeder weiß, wie eng es da unten zugeht. Umso wichtiger war am Ende, dass es zum Sieg gereicht hat. Jeder weiß, dass wir in dieser Saison schon zu viele späte Tore hergeschenkt haben. Diesmal haben wir es leider wieder so spannend gemacht, anscheinend können wir es nicht normal. Unmittelbar nach dem Spiel zählen aber erstmal nur die drei Punkte. Ich bin gelernter Verteidiger, schieße nicht so viele Tore. Aber wenn du schon ein Tor gemacht hast, geht dir das zweite vielleicht etwas leichter vom Fuß. Der Support der Fans gestern beim Abschlusstraining war schon sehr, sehr beeindruckend. Die ganze Ostkurve war voll. Das habe ich in diesem Ausmaß noch nicht erlebt. Auch heute müssen wir wieder ein riesiges Dankeschön an die Fans aussprechen. Das ist nicht selbstverständlich an einem Sonntagnachmittag auf der anderen Seite von Deutschland. Der Gästeblock war komplett voll und sie haben uns 90 Minuten gepusht. Das macht den VfL aus – es geht nur gemeinsam. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch in der Liga bleiben.“

Torschütze Keven Schlotterbeck: „Dieses Spiel war der pure Wahnsinn! Wir haben vermutlich unsere beste erste Halbzeit in dieser Saison gespielt und gehen mit 3:0 in die Pause. Union wechselt dann dreimal, stellt um und trifft innerhalb kürzester Zeit doppelt, obwohl wir wussten, dass sie in Halbzeit zwei Gas geben würden. Dann hat die Alte Försterei natürlich gebebt. Ich habe schon mal für Berlin gespielt und weiß, welche Wucht dieses Stadion auslösen kann. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und freue mich immer, hier hinzukommen. Aber letztendlich bin ich Spieler des VfL Bochum und glücklich über diese drei Punkte. Denn auch nach dem 4:2 hat Union nicht aufgegeben und kurz darauf wieder den Anschluss hergestellt. Dann war alles offen und du denkst dir: „Gott im Himmel, es geht schon wieder los“. Aber wir haben bis zum Schluss geschlossen verteidigt, nicht mehr viel zugelassen und es über die Zeit gebracht. Natürlich sind drei Gegentore viel, aber wenn wir selbst vier machen, nehmen wir das in unserer Situation gerne in Kauf. Nur die drei Punkte zählen. Mit dem Sieg stehen wir drei Punkte vor Union und haben auch das knapp bessere Torverhältnis. Das war heute ein ganz großer Schritt für uns.“

Quelle (Foto und Stimmen): VfL Bochum 1848

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